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1. Climate Fiction Festival vom 4. bis 6. Dezember 2020

Vom 4. bis zum 6. Dezember 2020 findet erstmals das internationale Climate Fiction Festival statt. Neben zahlreichen Präsenzveranstaltungen im Literaturhaus Berlin – selbstverständlich unter Einhaltung der zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Hygienevorschriften des Landes – wird es ein umfassendes digitales Angebot mit Panels aus London, Istanbul, Kopenhagen und Zürich geben. Das dreitägige Literaturfestival wird kuratiert vom Kollektiv CLIMATE CULTURES network berlin, in Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin. Das Climate Fiction Festival möchte das öffentliche Interesse für die Bandbreite, Vielschichtigkeit und Relevanz der Climate Fiction wecken und den Austausch internationaler Akteur*innen dieser neuen Literaturströmung ermöglichen.

»Die sogenannte Climate Fiction ist aus den heutigen und zukünftigen Debatten um die Auswirkungen des Klimawandels nicht mehr wegzudenken«, betont Martin Zähringer, der die künstlerische Leitung des Festivals innehat, und ergänzt: »Wo die Gefahr wächst, darf Literatur nicht harmlos sein! Und deshalb betrachten wir in Zeiten von Erdüberhitzung und Klimakrise die Climate Fiction als weltgesellschaftliche Ausdruckskraft: Sie liefert nicht nur dystopische Endszenarien, sondern auch utopische und alternative Weltentwürfe, fördert Hoffnung und pflegt den Geist von Kritik und Widerstand. Climate Fiction wird mehr und mehr zu einer vitalen Form des engagierten literarischen Schreibens, das der zeitgenössischen Literatur neue Impulse geben und zu konkretem Handeln anregen kann.«

In insgesamt 14 Veranstaltungen von der klassischen Wasserglaslesung über die Kritiker*innenrunde bis hin zur Podiumsdiskussion präsentieren 27 Autor*innen, Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus 7 Ländern erstmals eine große Bandbreite der Climate Fiction. Axel Goodbody, Cli-Fi-Kenner aus Großbritannien, diskutiert mit Sieglinde Geisel und Martin Zähringer über wesentliche Kriterien des Genres. John Schellnhuber, langjähriger Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, spricht mit Ilija Trojanow (»EisTau«/Hanser 2011) über den ausbleibenden großen Klimawandelroman. Der Lyriker Mikael Vogel interpretiert seine Gedichte über Artensterben in einer Sound-Performance der Klangkünstlerin Jana Irmert. Sina Kamala Kaufmann, Aktivistin bei Extinction Rebellion und Buchautorin, setzt sich mit Literatur und Widerstand auseinander. Zu Wort kommen darüber hinaus u. a. die US-amerikanische Cli-Fi-Expertin Amy Brady, die mit dem Preis für Nature Writing ausgezeichnete Dichterin Marion Poschmann sowie John von Düffel, der mit seinem neuen Roman »Der brennende See« (Dumont 2020) den ersten deutschsprachigen Fridays for Future Roman vorgelegt hat.

Das Programm findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Das Climate Fiction Festival wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, von der Danish Arts Foundation und von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und findet mit freundlicher Unterstützung der Goethe Institute Kopenhagen und London, des Literaturhauses Zürich sowie des Literaturmuseums Strauhof statt.

Weitere Informationen zum Climate Fiction Festival finden Sie unter: www.climate-fiction-festival.de.