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Jüdisches Berlin erzählen. Mein, Euer, Unser?

Jüdisches Berlin erzählen. Mein, Euer, Unser?
13. Dezember 2021 bis 12. Juni 2022
eine Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Anlässlich der Jubiläen zu 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, 350 Jahre Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und 25 Jahre (plus 1) Eröffnung des Centrum Judaicum entfaltet die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum ein Mosaik aus Erzählungen, Erfahrungen und Emotionen. Alles dreht sich um individuelle Perspektiven und persönliche Beziehungen.

Im Frühjahr 2021 wandte sich die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum mit dem Aufruf »Und was ist Ihr jüdisches Berlin?« an alle Berliner*innen. Eine Auswahl der erhaltenen Rückmeldungen werden nun ab dem 13. Dezember 2021 in den historischen Ausstellungsräumen der Neuen Synagoge Berlin unter dem Titel »Jüdisches Berlin erzählen. Mein, Euer, Unser?« präsentiert.

Was bedeuten das jüdische Berlin und seine Geschichte für jede*n von uns heute? Geschichte und Geschichten des jüdischen Berlin werden durch das Prisma von heutigen Berliner*innen erkundet, entdeckt und reflektiert. Menschen erzählen über andere, über Vergangenheit und Institutionen der Stadt und gerade durch ihre Erzählung immer auch über sich selbst.

In einem »Geschichten-Kaleidoskop« lassen Berliner*innen anhand von Objekten, Texten bzw. kurzen Videosequenzen teilhaben an »ihrem jüdischen Berlin« und den damit verbundenen Beziehungsgeschichten. (Alltags)Gegenstände, Fotos, Gemälde, Erinnerungen und familiäre Biografien zeigen sich als Träger der Geschichte. In der vielstimmigen Videoinstallation »Berliner jüdische Welten seit 1800« präsentieren Berliner*innen vertiefende Einblicke in die jüdische Vergangenheit bis hin zur Gegenwart Berlins.

Dabei birgt »Mein, Euer, Unser?« die Frage nach individuellen und kollektiven Bindungen und Verbindungen, aber auch danach, wer überhaupt unter welchen Voraussetzungen erzählen und die Vergangenheit deuten kann, soll und darf. Entsprechend fokussiert sich die abschließende Diskussion »Mein, Euer, Unser jüdisches Berlin?« auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Perspektiven, Deutungen und Erinnerungen. 

Zu all dem wurden nicht nur Menschen eingeladen, die das jüdische Berlin als ihre eigene Familienbiografie verstehen, sondern auch jüdische wie nichtjüdische Berliner*innen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Geburtsorten. So trifft jüdische Vergangenheit auf das heutige vielfältige Berlin. Seien Sie mit uns neugierig auf eine Sinfonie diverser Stimmen …

Die Ausstellung wurde gefördert durch das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, dem Verein 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland, Eberhard Specht in Erinnerung an seine Eltern Badana und Heinrich Specht und der Amadeu Antonio Stiftung.

Die Ausstellung wurde gestaltet durch FREY + AICHELE, Szenografie und Medien.
Filmproduktion und Konzeption durch Studio Mitte Video GmbH.