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Literaturhaus Berlin: Buchpräsentation der »Werke« von Aphra Behn

Lesung
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Aphra – who? Wer Virginia Woolfs berühmten Essay »A Room of One’s Own« kennt, erinnert sich vielleicht an die Hommage, die darin auf die erste freie Schriftstellerin Englands gehalten wird. Aber wer kennt ihr Werk? Aphra Behn (1640-1689) schrieb Prosa, Dramen und einige der erfolgreichsten Komödien der englischen Restaurationszeit, sie kritisierte die Kolonialgeschichte Englands und schrieb Gedichte, in denen zum Beispiel die weibliche Enttäuschung eines coitus interruptus eloquent beim Namen genannt wird. Behns Themenspektrum reicht von Gender Trouble bis zur Zivilisationskritik, doch all ihre Helden und Heldinnen eint, dass sie sich keinen Zwängen und Konventionen fügen wollen. Doch trotz ihres vielfältigen Werks und ihres Einflusses auf Schriftstellerinnen wie  Delarivier Manley, Charlotte Lennox, Eliza Haywood und Mary Astell  geriet sie fast vollständig in Vergessenheit und ist in Deutschland bislang lediglich ein Geheimtipp.

Damit wollte sich der Autor und Übersetzer Tobias Schwartz nicht zufrieden geben – und hat nun Aphra Behns Werk in einer wunderbaren zweibändigen Ausgabe neu herausgebracht. Mit ihm unterhält sich der Literaturkritiker und Moderator Thomas Böhm. Die Texte von Aphra Behn liest Jördis Triebel.

»Ich lehne es ab, meine Zunge im Zaum zu halten. Romane und Erzählungen«  und »Fliegen sollst du. Dramen und Gedichte« sind kürzlich im  AvivA Verlag erschienen.

Tickets: 8 € / erm. 5 €