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April 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Zahl der Menschen, die vor Krieg und Vertreibung fliehen, war noch nie so hoch wie heute.
Die folgenden Bücher aus dem Pendragon Verlag, dem Dressler Verlag, der edition.fotoTAPETA und dem Hogrefe Verlag Bern widmen sich dieser Thematik auf unterschiedliche Art und erzählen vom Verlust der Heimat und der Ankunft in einem neuen Land.

Mit freundlichem Gruß
Kirchner Kommunikation

Lina Atfah: Das Buch von der fehlenden Ankunft (Pendragon Verlag; gerade erschienen)
Lina Atfahs Gedichte gleichen einem traumwandlerischen Tanz auf einer Rasierklinge: Hier Verse, die in präziser Bildhaftigkeit wie Schnappschüsse ihren Fokus auf die zerrissene und zerfetzte Heimat Syrien richten, auf Flucht, Vertreibung, Massaker und Verbrechen. Dort sinnliche Gedichte, die geradezu schwelgerisch vollgesogen sind von allerlei arabischen Mythen, Geschichten und Motivsträngen. Und über alldem: Eine junge poetische Stimme, die in ihrem Anspielungsreichtum ihresgleichen sucht.
Lina Atfah wurde 1989 in Syrien geboren und studierte in Damaskus arabische Literatur. 2006 wurde sie beschuldigt, Gotteslästerung begangen und den Staat beleidigt zu haben. Nach mehreren Drohungen der Sicherheitsbehörden erhielt sie 2014 die Erlaubnis, das Land zu verlassen und kam über den Libanon nach Deutschland. Heute lebt sie in Herne in Nordrhein-Westfalen.

Peer Martin: Hope – Es gibt kein Zurück. Du kommst an. Oder du stirbst (Dressler Verlag; ET: 22.07.19)
Der Klimawandel als Fluchtursache steht im Zentrum von »Hope – Es gibt kein Zurück«. Detailgenau und eindrücklich erzählt Peer Martin in seinem neuen Roman die Geschichte des 11-jährigen Somali Hope, der gemeinsam mit einem jungen Journalisten von Südafrika über Süd- und Mittelamerika und die USA nach Kanada flüchtet – nordwärts auf der Panamericana. Auf ihrer abenteuerlichen Reise passieren die beiden den brasilianischen Regenwald und den umkämpften Tapón del Darién, reiten mit »La Bestia« der Hoffnung entgegen, geraten in den mexikanischen Slums zwischen die Fronten der Mara, suchen bei der Stammesgemeinschaft der Lakota im Reservat Pine Ridge Schutz vor Verfolgern, finden Freunde und Feinde und auch zu sich selbst. Von der Überbevölkerung, globaler Erwärmung und Fluchtbewegungen bis hin zu Geoengineering und rechtsextremen Bewegungen in westlichen Ländern: Die bildgewaltige und temporeiche Abenteuergeschichte beleuchtet die großen Themen der Gegenwart.

Anna Opel: RUTH. MOABIT (edition.fotoTAPETA; gerade erschienen)
Die junge Eritreerin Rahua hat einen langen Weg hinter sich, als sie mit vielen anderen Geflüchteten in Berlin-Moabit ankommt. Noemi wohnt dort seit Jahren, in unmittelbarer Nähe zum LAGeSo. Ihr Leben geht gerade in die Brüche, ihre Mutter ist schwer krank, die Ehe angeschlagen. Rahua hat die Brücken in ihre Heimat abgebrochen und ist in der Fremde auf sich allein gestellt. Zwei Frauen, zwei Lebenssituationen. Beide existenziell und doch sehr verschieden. Wie können sie einander begegnen, ohne  sich jeweils auf das Offensichtlichste zu reduzieren (Privilegien hier, Bedürftigkeit dort) – wo endet Hilfe und wann beginnt Bevormundung? Und was bedeutet Heimat?

Thomas Maier, Naser Morina, Matthis Schick, Ulrich Schnyder (Hrsg.): Trauma – Flucht – Asyl (Hogrefe Verlag Bern; gerade erschienen)
Wer als Flüchtling in Europa ankommt, steht – oft schwer traumatisiert – vor einer Vielzahl von Herausforderungen: einem langwierigen und schwer durchschaubaren Asylverfahren, sprachlichen Verständigungsproblemen, finanzieller Knappheit, prekären Wohnverhältnissen, Sorgen um die Angehörigen im Herkunftsland. Behandelnde Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen, aber auch betreuende Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen und Arbeitsvermittler*innen sind hier besonders gefordert, müssen sie doch neben ihrem eigentlichen Kernbereich all diese schwierigen Umstände berücksichtigen und in ihre Arbeit miteinbeziehen.
Das interdisziplinäre Handbuch »Trauma – Flucht – Asyl« – herausgegeben von Thomas Maier, Naser Morina, Matthis Schick und Ulrich Schnyder – vermittelt umfassendes aktuelles und praktisches Wissen für eine Tätigkeit im Asyl- und Flüchtlingswesen. Der Band stellt den derzeitigen Stand der „Best Practice“ in der Arbeit mit traumatisierten Migrant*innen, insbesondere traumatisierten Flüchtlingen und Asylsuchenden dar. Alle Beiträge wurden von anerkannten Expert*innen aus dem deutschsprachigen Raum verfasst und berücksichtigen die mitunter je unterschiedliche Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz.