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August 2013

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

in diesem Herbst erwarten Sie zahlreiche schöne Bücher, fünf besonders hochwertig gestaltete und bibliophile Novitäten möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Mit freundlichen Grüßen von

Kirchner Kommunikation

Krystyna Kauffmann / Mathias Marx / Manfred Friedrich: Marie Goslich 1859–1938. Die Grande Dame des Fotojournalismus (E.A. Seemann)

Sie ist die Grande Dame des Fotojournalismus und doch noch nahezu unbekannt: Marie Goslich (1859–1938), eine der ersten Fotoreporterinnen in Deutschland, machte es sich zur Aufgabe, den Wandel der städtischen und ländlichen sozialen Strukturen infolge des technischen Fortschritts zu dokumentieren. Entstanden sind sozialkritische Fotografien, die ein einzigartiger Spiegel ihrer Zeit sind. Die außergewöhnlichen Fotos nutzte Goslich zur Illustration ihrer Reportagen über die aufkommenden sozialen Missstände und die Zerstörung der urbanen Infrastruktur in Berlin und Potsdam zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Lediglich 400 ihrer Glasnegative existieren heute noch. Über 180 dieser Fotografien werden nun in einem Band anlässlich ihres 75. Todestags veröffentlicht: »Marie Goslich 1859–1938. Die Grande Dame des Fotojournalismus« von Krystyna Kauffmann, Mathias Marx und Manfred Friedrich erschien soeben im E. A. Seemann Verlag.

Iwan S. Turgenjew / Matthias Beckmann (Ill.): Väter und Söhne (Edition Büchergilde)

Soeben ist Iwan Turgenjews »Väter und Söhne« in einer Prachtausgabe in der Edition Büchergilde erschienen (Übersetzung Annelore Nitschke). Der Berliner Künstler Matthias Beckmann hat den Roman mit 80 Illustrationen bebildert, die überwiegend unmittelbar vor dem Motiv gezeichnet wurden (z.B. in der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam oder im Medizinhistorischen Museum der Charité in Berlin). Cosima Schneider, Herstellungsleiterin der Edition Büchergilde, erzählt über die Graphitzeichnungen Beckmanns und die Farbgestaltung des Buches: »Die vermeintlich einfache Zeichnung, schlicht wie sie daherkommt, ist in Wirklichkeit eine hohe Kunst. Die Linie verzeiht keine Fehler. Sie ist direkt. Um eben diese Feinheit zu unterstützen, haben wir uns für eine Sonderfarbe, die dem Graphitstift nahekommt, entschieden. Der Text ist schlicht schwarz, und als Schmuckfarbe haben wir ein Blau gewählt, das unaufdringlich und keine Konkurrenz zur Zeichnung ist. Das illustrierte Buch muss nicht immer auch ein buntes sein.«

Ann Cathrin Raab: Fünf Mäuse und eine Katz (kunstanst!fter verlag)

Massenhaft Mäuse machen mächtig Mumpitz mit Miau: Die vielfach ausgezeichnete Illustratorin und Autorin Ann Cathrin Raab hat mit »Fünf Mäuse und eine Katz« ein Meisterstück geschaffen, das kleine und große Bilderbuchfreunde gleichermaßen mitreißen wird. Stilistisch zwischen Jandl und Morgenstern angesiedelt, kullert die Geschichte durch die brillant einfachen Zeichnungen.

Einen Einblick in die Bildwelt von Ann Cathrin Raabs »Fünf Mäuse und eine Katz« finden Sie hier, der Band erscheint im September im kunstanst!fter verlag.

Simon Grant (Hrsg.): Ref/verenz. Zeitgenössische Wahlverwandtschaften (Piet Meyer Verlag)

»Manche Bilder gehören, hat man sie einmal gesehen, fortan für immer zur eigenen Vorstellungswelt«, meint die Konzeptkünstlerin Susan Hiller. Über diese Art von Kunstwerken, die die Weltsicht und das eigene Schaffen prägen, beeinflussen oder auch verändern, berichten 80 zeitgenössische Künstler in dem Band »Ref/verenz. Zeitgenössische Wahlverwandtschaften«. Die kurzen, durch Abbildungen ergänzten Texte enthüllen private Passionen und Wahlverwandtschaften, die Generationen und Kulturen umspannen: Rachel Whiteread lässt sich von den architektonischen Qualitäten Piero della Francescas inspirieren, Thomas Demand schwärmt von der kubistischen Plastizität Paolo Uccellos und Raymond Pettibon erzählt von seiner Begeisterung für Victor Hugos abstrakte Zeichnungen.
Der Londoner Kunstkritiker Simon Grant hat den Band herausgegeben. »Ref/verenz. Zeitgenössische Wahlverwandtschaften« erscheint Anfang September im Piet Meyer Verlag.

Laura von Wangenheim: In den Fängen der Geschichte. Inge von Wangenheim (Rotbuch Verlag)

Ausgehend von den Denunziationsvorwürfen gegen ihren Großvater, den bekannten Schauspieler und Regisseur Gustav von Wangenheim (1895–1975), begab sich Laura von Wangenheim im Jahr 2010 auf Spurensuche und machte im Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt einen sensationellen Fund: Hunderte Fotografien, die ihre Großmutter, die Schauspielerin und Schriftstellerin Inge von Wangenheim (1912–1993), im sowjetischen Exil gemacht, zu Lebzeiten aber nie veröffentlicht hat. Diese Bilder eröffnen einen unverstellten und bislang unbekannten Blick auf den Alltag der dreißiger und vierziger Jahre in der Sowjetunion. Das Buch »In den Fängen der Geschichte« erscheint am 23. September im Berliner Rotbuch Verlag.

Außer der Reihe: Wir gratulieren Jens Steiner und dem Dörlemann Verlag

»Carambole«, das zweite Buch des Schweizer Autors Jens Steiner, ist – wie auch schon sein Debüt »Hasenleben« – für die Longlist Deutscher Buchpreis ausgewählt.

»Carambole« erschien soeben im Dörlemann Verlag.

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