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August 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

in den kommenden Wochen möchten wir Sie mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungsformaten dazu einladen, Literatur live zu erleben. Auf dem Programm stehen u. a. die Deutsch-Israelischen Literaturtage, der Internationale Übersetzertag, ein Flashmob Poesie-lesender Schüler*innen sowie zahlreiche Buchpremieren.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit herzlichem Gruß 

Kirchner Kommunikation

4. und 8. September 2019: »Lauter, immer lauter?«Deutsch-Israelische Literaturtage 2019  in Berlin
Mit dem Auftrieb der Populisten ist einiges ins Wanken geraten – nicht nur in den USA, Brasilien oder Italien, wo Populisten bereits das Sagen haben. Auch bei uns – in Deutschland und in Israel – werden sie immer lauter. Es sind unruhige Zeiten, in denen unsere Gesellschaften gespalten und gleichzeitig zunehmend gelähmt erscheinen. Wie viel Angst und Unzufriedenheit wollen wir uns noch einreden lassen? Wie stabil sind wir und wie immun unsere Demokratien? #DIL19
Über diese Fragen und mehr diskutieren acht Autorinnen und Autoren bei den Deutsch-Israelischen Literaturtagen 2019 unter dem Titel »Lauter, immer lauter?« am 4. und 8. September 2019 in Berlin. Das Programm finden Sie hier.

5. September 2019: Buchpremiere »Bernard Haitink. ›Dirigieren ist ein Rätsel‹« in Luzern
Nach über 60 Jahren auf der Bühne gönnt sich der weltberühmte Dirigent Bernard Haitink ab September 2019 »eine unbefristete Auszeit«. Anlass genug, die Aufmerksamkeit auf ihn zu richten, der das Rampenlicht nie gesucht hat: Das als Koproduktion des Bärenreiter- und Henschel Verlags erschienene Buch »Bernard Haitink. ›Dirigieren ist ein Rätsel‹. Gespräche und Essays« gibt Einblick in Haitinks Überzeugungen und sein Wirken, das immer kompromisslos auf die Musik fokussiert war. Im Zentrum des Bandes stehen Gespräche, die Peter Hagmann und Erich Singer von 2007 bis 2019 mit Bernard Haitink geführt haben und die das Leben und Schaffen Haitinks gleichermaßen beleuchten. Thematische Blöcke zu Haitinks Musizieren, seinen Interpretationsansätzen und seinen pädagogischen Tätigkeiten geben vertiefende Informationen, eine Reihe von exklusiven Fotografien – zum Teil aus dem Privatarchiv des Dirigenten – illustrieren den Band. Zwei Essays runden das Buch ab.
Die Buchpremiere mit Bernard Haitink, Peter Hagmann und Erich Singer findet am 5. September um 16.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum (KKL) Luzern statt. Sein Abschiedskonzert gibt Bernard Haitink im Rahmen des Lucerne Festivals am 6. September 2019 am Pult der Wiener Philharmoniker, zuvor ist er am 30. sowie 31. August mit den Wiener Philharmonikern zu Gast bei den Salzburger Festspielen.

6. September 2019: Flashmob und Lesung: »Gedichte lauten durch die Stadt« – Frankfurter Schüler*innen lesen Gedichte auf dem Goetheplatz
lyrix, der Bundeswettbewerb für junge Lyrik, und die Stadtbücherei Frankfurt bringen die TextTour nach Frankfurt. Die vier Frankfurter Wortkünstler Dominique Macri, Dalibor Marković, Martin Piekar und Jacob Schwerdtfeger gestalten mit Schüler*innen laute und leise Gedichte – geben den Texten Stimme und machen ihnen Beine. Vorbereitet werden die eigenen Verse in der Zentralen Kinder- und Jugendbibliothek, dem Bibliothekszentrum Höchst sowie zwei Schulbibliotheken. Höhepunkt der Aktion ist ein Flashmob der Schüler*innen auf dem Goetheplatz: Um 13.30 Uhr hört dann ganz Frankfurt junge Lyrik.
Frankfurt ist eine weitere Station der Veranstaltungsreihe TextTour: Mit dem Format will lyrix, der Bundeswettbewerb für junge Lyrik, Poesie im öffentlichen Raum sichtbar machen und einer jungen Generation dichterisches Gehör verschaffen.
Der Bundeswettbewerb für junge Lyrik wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Kooperationspartner der diesjährigen TextTour ist die Stadtbücherei Frankfurt.

12. und 13. September 2019: Lesung der THEO-Nominierten beim internationalen literaturfestival berlin
Am 28. April 2019 zeichneten der Verein Schreibende Schüler gemeinsam mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zum 12. Mal Kinder und Jugendliche mit dem THEO-Literaturpreis aus. In diesem Jahr stellen mit Henriette Möller, Shahzamir Hataki und Lotti Spieler drei der siebzehn THEO-Autor*innen 2019 ihre Texte als Vorprogramm bei Lesungen des jungen ilb-Programms vor.

Die Termine sind:

DO 12.9., 9.00 Uhr, HAU 1, Barry Jonsberg: WAS SO IN MIR STECKT,  Vorprogramm: Henriette Möller: WENN SICH DER WIND DREHT & KAMPF AM HIMMEL

FR 13.9., 9.00 Uhr, James-Simon-Galerie, Thanhha Lai: INSIDE OUT AND BACK AGAIN, Vorprogramm: Shahzamir Hataki: DER EINZIGE SOHN

FR 13.9., 11.00 Uhr, Silent Green, Elizabeth Acevedo: THE POET X, Vorprogramm: Lotti Spieler: SUBSTANZIIERUNG EINER BEZIEHUNG VOR DEM STURM

Copyright: Schreibende Schüler e.V.

14. September und 9. November 2019: Buchpräsentationen und Ausstellungen zu »Niemandsland. Erinnerungen an eine Kindheit« in Berlin und Frankfurt am Main
Der Autor und Maler Matthias Friedrich Muecke präsentiert sein neues Buch »Niemandsland. Erinnerungen an eine Kindheit« (kunstanstifter) am 14. September ab 17 Uhr im Berliner Buchlokal (Ossietzkystraße 11, 13187 Berlin). Die Buchpremiere ist zeitgleich Vernissage für die Ausstellung zum Buch: Bis 29. Oktober sind Mueckes »Niemandsland«-Zeichnungen im Buchlokal zu sehen.
Auch in Frankfurt am Main findet eine Ausstellung zu dem Bilderbuch für Erwachsene und Jugendliche statt: Vom 1. Oktober bis 9. November werden Bilder aus »Niemandsland« in der Büchergilde Buchhandlung & Galerie (An der Staufenmauer 9, 60311 Frankfurt) gezeigt. Die Finissage ist am 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer geplant: Ab 19.30 Uhr liest Matthias Friedrich Muecke aus seinem neuen Buch.
»Niemandsland« macht das Ostberlin der 1970er-Jahre lebendig: Mit einem genauen Blick für die Besonderheiten und Entbehrungen des Alltags während des Kalten Krieges erzählt Matthias Friedrich Muecke die Geschichte zweier Heranwachsender in Pankow. Seinen fragmentarisch gehaltenen Kindheitserinnerungen stellt Muecke skurrile, teils verspielte, teils melancholische Schwarz-Weiß Zeichnungen an die Seite, die detailgetreu eine längst vergangene Epoche wiederaufleben lassen.

28. September 2019: Lesung und Performance »Text kommt in Bewegung« in Berlin
Wie bewegt sich ein Gedicht? Wie sieht ein Reim in Gebärdensprache aus? Und wie wird aus einer visuellen Metapher eine schriftliche?
Im Frühjahr 2019 sind fünf Taube Künstler*innen und sechs hörende Lyriker*innen aus Berlin für zwei Workshops zusammengekommen, um neue Gebärdensprachpoesie zu schaffen und in Schriftsprache zu übertragen – und umgekehrt, lautsprachliche Lyrik in Deutsche Gebärdensprache. Bekannte Gesichter der Tauben und der hörenden Szene haben sich gegenseitig übersetzt. Der Abend wird gedolmetscht in Laut- und Gebärdensprache.
Lesung und Performance mit Gebärdensprachpoesie und Lyrik von Kassandra Wedel, Lea Schneider, Rafael-Evitan Grombelka, Kinga Tóth und Tim Holland am 28. September um 20 Uhr in der Lettrétage (Mehringdamm 61, 10961 Berlin).

Copyright: handverlesen

30. September 2019: Hieronymustag  Internationaler Übersetzertag
Die Weltlesebühne e.V. feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und begeht das Jubiläum mit einer umfassenden länderübergreifenden Aktion zum Internationalen Übersetzertag. Mit über 30 Veranstaltungen rund um den 30. September, der nach dem Bibelübersetzer und Schutzpatron des Berufsstandes auch Hieronymustag heißt, stellt der Verein die Kunst der Übersetzung in den Mittelpunkt.
Zum Hieronymustag sind im deutschsprachigen Raum 22 Veranstaltungen verschiedener Formate geplant. Sie geben Einblick in die Übersetzerwerkstatt und laden zum Austausch mit den Übersetzer*innen ein. Unter den zahlreichen Auftretenden sind z.B. Bettina Bach, Frank Heibert, Karin Uttendörfer und Hirofumi Yamada. Übersetzt werden Texte unterschiedlicher Gattungen aus dem Isländischen, Japanischen, Norwegischen, Ungarischen und vielen weiteren Sprachen.
Das gesamte Programm finden Sie hier.

21. Oktober 2019: Buchpremiere »Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus« in Berlin
Naturistin, Kunstflugpilotin, Sex-Pionierin: Heute hat Beate Uhse Kultstatus, in den 70er-Jahren war sie geächtet. Am 25. Oktober 2019 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Mit ihren Produkten und Fachgeschäften für »Ehehygiene« gründete Uhse den weltweit ersten Erotik-Konzern und gilt als erfolgreichste deutsche Unternehmerin des 20. Jahrhunderts. In »Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus« (Residenz Verlag) erinnert die Journalistin, Bloggerin und Podcasterin Katrin Rönicke an die Galionsfigur des Wirtschaftswunders.
Ausgehend von zahlreichen Gesprächen mit Beate Uhses Weggefährten und unter Berücksichtigung von Archivmaterial rekonstruiert Katrin Rönicke in ihrer Biografie ungeschönt und ehrlich den beruflichen wie privaten Lebensweg der ostpreußischen Rittergutstochter und hinterfragt ihre Rolle als Mutter Theresa der sexuellen Aufklärung.
Gleichzeitig fängt das Buch die gesellschaftliche Realität der BRD ein und spannt den Bogen vom Kampf für eine moderne Sexualmoral im Nachkriegsdeutschland bis hin zur Disruption, die der Siegeszug des Internets gerade auch für den Erotik-Fachhandel mit sich brachte.
Katrin Rönicke präsentiert »Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus« im Rahmen einer Doppelten Buchpremiere mit Theresa Lachner (»Lvstprinzip«, Blumenbar) am 21. Oktober 2019 um 19.30 Uhr im Maschinenhaus der Kulturbrauerei. Jan Feddersen (taz. die tageszeitung) moderiert die Veranstaltung.