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Dezember 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Vorfreude ist die schönste Freude – das gilt sowohl für Weihnachten als auch für die neuen Frühjahrstitel. Damit die Zeit bis Weihnachten zum Lesevergnügen wird, verschenken wir während der Adventszeit täglich ein Buch. Besuchen Sie uns auf Facebook und machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel »Adventssterne«.

Und untenstehend finden Sie einen ersten Ausblick auf einige der Bücher, die Sie im Frühjahr 2015 erwarten.

Mit besten Grüßen von

Kirchner Kommunikation

Christian Bommarius: Der gute Deutsche. Die Ermordung Manga Bells in Kamerun 1914 (Berenberg Verlag, 4. März 15)

Anfang November machte Christian Ströbele im Bundestag den Vorschlag, dass die Bundesregierung sich für die Kolonialverbrechen in Kamerun entschuldigen solle. Einen Justizmord aus den Jahren deutscher Kolonialherrschaft untersucht Christian Bommarius in seinem Buch »Der gute Deutsche. Die Ermordung Manga Bells in Kamerun 1914«. Rudolf Manga Bell, ein Enkel von König King Bell, der 1884 den »Schutzvertrag« mit Deutschland unterzeichnete, lebte als Kind einige Jahre in Deutschland. Ab 1902 reiste er immer wieder nach Berlin, um u. a. vor dem Berliner Reichstag gegen die deutschen Gräueltaten in seiner Heimat, gegen Enteignung, Prügelstrafe, Raub und Segregation zu protestieren, Rechtstaatlichkeit einzufordern und im Namen der Duala Verbrechen der Kolonialbehörden und –beamten in Kamerun anzuprangern. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Manga Bell des Hochverrats bezichtigt und ermordet. Christian Bommarius, Journalist und Publizist, legt mit »Der gute Deutsche« eine spannende Fallstudie über Rassismus, Gier und abgrundtiefe politische Dummheit vor.

Anne Siegel: Nordbräute (CINDIGO Verlag, März 15)

Reykjavík steht Kopf, als der Cellist Jón anlässlich des Geburtstages der Großmutter nach Hause kommt. Dem Isländer, der in einem deutschen Orchester spielt, sind längst Zweifel über die wahre Herkunft seiner Großmutter gekommen. An Christas 90. Geburtstag platzt nicht nur eine »Bombe«. Drei alte Damen, einst Freundinnen, die 1949 gemeinsam nach Island auswanderten, wollen nach einem Mord endlich reinen Tisch machen … Anne Siegel begibt sich in ihrem Roman »Nordbräute« auf die Spuren deutscher Auswanderinnen in Island.

Michael Frayn: Streichholzschachteltheater (Dörlemann Verlag, 18. Februar 2015)

Als Meister britischen Humors gilt Michael Frayn. Sein »Streichholzschachteltheater« ist eine vergnügliche Show in 30 zündenden Unterhaltungen und Monologen, die nur darauf warten, im kleinsten Theater der Welt, der Fantasie des Lesers, aufgeführt zu werden. Die Miniaturen Frayns führen in unterschiedlichste Milieus und Settings: Ein Mitarbeiter des Nobelpreiskomitees versucht verzweifelt, die frohe Botschaft zu überbringen. Ein Kontraphonspieler will im hintersten Orchestergraben seinen Einsatz bei Takt 973 keineswegs verpassen, und Lady Hillarye und Sir Geoffrye verbringen streitend ihre letzte Ruhe in einer Gruft.
Das »Streichholzschachteltheater« erscheint in hochwertiger Gestaltung in Schuber und Leinen und wird von Michael Frayn im Frühjahr 2015 im Rahmen einer Lesereise vorgestellt.

Kojo Laing: Die Sonnensucher (Edition Büchergilde, März 15)

Ilija Trojanow empfiehlt Kojo Laings »Die Sonnensucher« als »den afrikanischen Großstadtroman«. Der Roman sei »ein Versuch, das brodelnde Chaos der jungen Metropole Accra abzubilden, die Dynamik sowie den Wahnsinn, die Gewinner und die Verlierer, geschrieben in den verschiedenen Dialekten der Stadt, von Pidgin bis hin zu kolonial geprägtem Englisch.« Kojo Laing, 1946 in Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas geboren, zeigt in seinem Debüt eine Vielzahl exzentrischer Charaktere und führt durch das vitale Leben Accras in den 1970er-Jahren. Aus den vielen Geschichten und Geschichtchen setzt Laing das faszinierende Porträt einer afrikanischen Großstadt zusammen und zeigt ein Land im gesellschaftlichen Umbruch. »Die Sonnensucher« sprüht vor Metaphern und Bildern und experimentiert mit einer Mischsprache aus Oxford-Englisch und Pidgin-Englisch. Thomas Brückner hat den Roman übersetzt, der in der von Ilija Trojanow herausgegebenen Buchreihe »Weltlese. Lesereisen ins Unbekannte« erscheinen wird.

Herfried Münkler: Macht in der Mitte. Die neuen Aufgaben Deutschlands in Europa (edition Körber-Stiftung, März 15)

Die Wirtschaftskrise, Flüchtlinge aus Afrika, der Ukraine-Konflikt – die EU steht unter Druck und braucht starke gemeinsame Positionen. Von Deutschland wird eine klare, furchtlose Haltung erwartet und die Bereitschaft, das europäische Projekt in die Zukunft zu führen. Doch Deutschland will sich nicht zu seiner Macht bekennen. Mit aktuellen Beispielen, historischer Klugheit und politischer Hellsicht kreist Herfried Münkler in seinem neuen Buch »Macht in der Mitte. Die neuen Aufgaben Deutschlands in Europa« die neuralgischen Punkte in der deutschen Politik ein und diskutiert Handlungsoptionen. Ob es der Politik gelingt, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, hängt wesentlich von den Bürgern ab: Sind die Deutschen bereit, sich aus der Komfortzone zu wagen und ihre ökonomische, politische und kulturelle Macht zum Wohl Europas einzusetzen?

Martell Beigang: Viel Lärm um mich (Europa Verlag Zürich, 24.2.2015)

Sebastian ist Musiker – eigentlich. Denn seit einem Unfall klingen alle Geräusche wie Düsenjets. Mit der Hoffnung auf Besserung flüchtet er sich in den bayerischen Urwald. Und was bleibt einem Rock’n Roller ohne Rock’n Roll? Natürlich die Frauen. Schade nur, dass sich Sebastian ausgerechnet in die bezaubernde Stimme einer Telefonansage verhört. Als er sich langsam an Ruhe und Stille abseits der Großstadt und der Bühne gewöhnt, tauchen seine Bandkollegen auf und bitten ihn um Hilfe. Eine wertvolle Studioaufnahme ist verschwunden. Sebastian muss sich entscheiden: Lärm oder Leere? Schmerz oder Liebe? Oder gibt es doch noch eine dritte Variante?

Ulla Mothes (Hrsg.): Mein Sylt. Ein Atlas voller Liebeserklärungen (Fuchs & Fuchs, März 15)

Beschrieben, bekritzelt, malerisch geehrt –»Mein Sylt« bietet einzigartige Liebeserklärungen an die Königin der Nordsee von Einheimischen, Stammgästen und Inselliebhabern. Mehr als 50 Personen hat die Herausgeberin Ulla Mothes gebeten, die Insel Sylt emotional zu kartographieren: Das Ergebnis ist ein Atlas voller handgezeichneter, sehr persönlicher Inselkarten – gefüllt mit Lebensfreude, Heimatgefühl und Sehnsucht. Jede Seite ist ein Extrakt des Insellebens, hochkonzentriert und einladend, Geheimtipps und Sylter Lebensgefühl inklusive. Zum Stift gegriffen haben u. a. Ole von Beust, Franzobel, Dora Heldt und Jürgen Hönscheid, aber auch Alteingesessene und Menschen, die einen Urlaub lang Anker geworfen haben.

Christian Gerhaher: Halb Worte sind’s, halb Melodie (Henschel Verlag, Februar 15)

Im Februar 2015 erscheint im Henschel Verlag das Buch »Halb Worte sind’s, halb Melodie« von Christian Gerhaher. In diesem Band, der gemeinsam mit der Musikwissenschaftlerin Vera Baur entstanden ist, reflektiert der Sänger und Bariton Christian Gerhaher erstmals in Buchform Themen und Erfahrungen, die ihn bewegen und die seine Laufbahn geprägt haben. Eine außergewöhnliche Lektüre, die einen nachdenklichen, aber auch humorvollen Menschen zeigt und die erahnen lässt, was Künstlersein bedeutet.

Robert Cialdini, Steve Martin, Noah Goldstein: Meine Ursache, große Wirkung (Verlag Hans Huber, Juni 15)

Nach »Die Psychologie des Überzeugens« und »Yes!« legen Robert Cialdini, Steve Martin und Noah Goldstein nun die neuesten Erkenntnisse zur Kunst der Überzeugung vor. In 50 kurzen Kapiteln zeigen sie, welche kleinen Kniffe große Wirkung zeigen. Denn genau darauf kommt es an: mit wenig Einsatz möglichst viele Veränderungen zu erzielen. Sie nennen ihr Konzept »Meine Ursache, große Wirkung«.

Anna Gemmeke: Das fremde Zimmer (kunstanstifter verlag, Februar 15)

Einen ungewöhnlichen Zugang zum Thema Demenz bietet die Illustratorin Anna Gemmeke mit ihrem Debüt »Das fremde Zimmer«: In schwarz-weißen Bleistift- und Tusche-Zeichnungen, die der Dokumentation einer Demenzerkrankung an die Seite gestellt werden, nähert sie sich dem Thema künstlerisch an. Flüchtig taucht die Erinnerung der Erkrankten in fragmentarischen Zeichnungen von Gemmeke auf – manche sind nahezu unsichtbar und zerbrechlich, andere unscharf und rastlos. »Das fremde Zimmer« ermöglicht eine poetische Sicht auf die Krankheit und ihre Folgen, abseits pathologischer Fakten. Die in Köln lebende Illustratorin und Grafik-Designerin wurde u. a. mit dem Hans-Meid-Stipendium für Buchgrafik und Buchillustration ausgezeichnet.

Hazel Hutchinson: Henry James – Biografie (Parthas Verlag, Mai 2015)

Mit Hazel Hutchinsons »Henry James« erscheint die erste deutschsprachige Biografie des amerikanischen Schriftstellers. Die schottische Literaturwissenschaftlerin widmet sich dem bewegten Leben Henry James‘ (1843–1916) – von seiner Kindheit als Spross einer wohlhabenden intellektuellen Familie in New York über seine zahlreichen Reisen durch die Länder des alten Kontinents während seiner Jugendzeit und seinen ersten literarischen Veröffentlichungen bis zu James‘ Protest gegen die Naivität und Untätigkeit seiner amerikanischen Heimat während des Ersten Weltkriegs.

Verlagshaus J. Frank | Berlin

Der unabhängige Verlag mit den Schwerpunkten deutschsprachige und internationale Lyrik, Kurzprosa und Illustration feiert 2015 seinen 10. Geburtstag! Und lädt am 6. Juni 2015 zum großen Geburtstagsfest in die Berliner Literaturwerkstatt.

Im März 2015 erscheint der neue Gedichtband von Jan Kuhlbrodt, der soeben mit dem »Literaturpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst« ausgezeichnet wurde. In »Kaiseralbum« macht Kuhlbrodt sich auf die Suche nach dem Paradies auf Erden. »Kaiseralbum« ist anarchisch: Es folgt den Reisen Friedrichs II., des mittelalterlichen Kaisers, der keine Burg besaß und stattdessen mit einem Hofstaat an Tieren durch die Lande zog. Kuhlbrodt begleitet diesen Monarchen, der bewiesen hat, dass das Leben unter Tieren nicht durch den Verlust von Komplexität erkauft wird, sondern einen Gewinn an Hinwendung bedeutet – wenn man ihrer Bewegung nur folgt. Und die ist mal melancholisch, mal leicht, immer angetrieben von etwas, das in der Freude und im Durcheinander der Tiere zu liegen scheint. Und das sich schließlich von einer Reise mit Tieren zur Rückkehr des politischen Liedes wandelt: Geist und Witz sind sich nie in besserer Gesellschaft begegnet.