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Februar 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

noch knapp vier Wochen bis zur Leipziger Buchmesse: Wir empfehlen Ihnen schon einmal die folgenden Veranstaltungen und wünschen eine spannende Messe.

Mit freundlichem Gruß
Kirchner Kommunikation

Messedonnerstag: Präsentation des Frühjahrsprogramms des Verlags Das Kulturelle Gedächtnis

Der Verlag Das Kulturelle Gedächtnis hat es sich zum Ziel gesetzt, notwendige Bücher der Literatur- und Kulturgeschichte neu zu verlegen – um schon gemachte Erfahrungen einzubringen, erreichte Standards des Denkens und Schreibens hochzuhalten. Wir müssen nicht einsam in der Geschichte und in der Gegenwart stehen. Dieses Ziel verfolgen ein Kuratorium von Gesellschaftern mit heiterer Gelassenheit, Widerborstigkeit und Liebe zur Buchkunst, um den jahrhundertealten Errungenschaften der Buchkultur ein schillerndes Mosaiksteinchen hinzuzufügen. Dabei wird ein für den Buchhandel ungewöhnlicher Weg eingeschlagen. Die Kuratoren, die seit Jahren im Verlagswesen und in der Literatur unterwegs sind, machen unabhängig, gemeinsam und im laufenden Austausch Programm.

Am 15. März findet um 20 Uhr die Frühjahrsprogramm-Lesung mit Steffen Kopetzky und Thomas Sarbacher in der Kunsthalle der Sparkasse statt.

Messefreitag: Buchvorstellung von Claudia Schmölders' »Faust und Helena. Eine deutsch-griechische Faszinationsgeschichte« (Berenberg Verlag)

Hellas – ein Traum von einer germanischen Braut! Winckelmann, Goethe, Hölderlin, Nietzsche, Stefan George – sie alle (und viele andere) idealisierten Griechenland aus der Ferne und brachten es zugleich fertig, das Land selbst zu verachten. Ganz anders die Frauen und die Engländer: Lord Byron kämpft für die Griechen, Lady Hamilton zaubert, Kaiserin Sisi lernt Griechisch, Isadora Duncan tanzt auf der Akropolis. Und dann meldet sich 1935 eine streitbare irische Forscherin: Elsie Butler. Sie beschrieb den verzückten deutschen Blick auf Hellas in höchster Sorge. Zu recht: Sechs Jahre später machten sich die Nationalsozialisten auf den Weg, um die Braut endlich zu erobern.

Die Germanistin und Kulturwissenschaftlerin Claudia Schmölders ist am 16. März ab 19 Uhr zu Gast im Antikenmuseum der Universität Leipzig, um ihre Neuerscheinung zu präsentieren.

Messesamstag: Marina B. Neubert liest aus »Kaddisch für Babuschka« (AvivA Verlag)

Marina B. Neubert verschränkt in ihrem Roman »Kaddisch für Babuschka« auf raffinierte Weise zwei parallele Geschichten über den Versuch, das Schweigen von der Vergangenheit im Heute zu überwinden. Ihre Romanprotagonistin, eine junge Berliner Autorin, lässt ihre eigene Romanfigur Hannah nach Lemberg zu ihrer lange tot geglaubten jüdischen Großmutter reisen. Da erreicht sie selbst die Nachricht vom Tod ihrer eigenen Großmutter und Hals über Kopf fliegt sie nach Lemberg. Vier Tage verbringt sie in ihrer Heimatstadt auf der Suche nach Spuren der ihr plötzlich eigenartig fremd erscheinenden Babuschka. Hannah hingegen gelingt es, ihre Großmutter ausfindig zu machen. Doch auch ihre Begegnung mit der einst dem Vernichtungslager Bełżec entkommenen Frau bleibt bruchstückhaft und ein ständiges Ringen um Nähe und Begreifen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Jüdische Lebenswelten« stellt Marina Neubert ihren Roman am 17. März um 21 Uhr im Leipziger Ariowitsch-Haus vor (Moderation: Julia Baudis).

Messesonntag: Buchpräsentation zu Faisal Hamdos »Fern von Aleppo. Wie ich als Syrer in Deutschland lebe« (Edition Körber)

2014 floh Faisal Hamdo aus dem ländlichen Umland Aleppos über die Türkei nach Deutschland. Heute lebt der 28-Jährige in Hamburg und übt seinen erlernten Beruf als Physiotherapeut aus. Authentisch, bewegend und immer humorvoll schildert er, wie sich das Leben in Deutschland anfühlt. Sein Buch ist eine Einladung zu interkultureller Verständigung im besten Sinn: indem wir uns als Menschen kennenlernen und die eigene Kultur mit den Augen des anderen zu sehen beginnen.

Am 18. März präsentiert Faisal Hamdo sein Buch um 12 Uhr auf dem »Blauen Sofa«.