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Februar 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Leipziger Buchmesse rückt näher! Wir laden herzlich zu den Lesungen und Buchpräsentationen mit folgenden Autorinnen und Autoren ein.

Viel Vergnügen wünscht

Kirchner Kommunikation

Messedonnerstag: Alain Lance präsentiert »Rückkehr des Echos. Ausgewählte Gedichte« (Faber & Faber)

Als französischer Germanistikstudent lebte Alain Lance Anfang der 60er Jahre in Leipzig. Später übersetzte er Christa Wolf, Volker Braun und Ingo Schulze in seine Muttersprache. Als Leiter der französischen Kulturinstitute in Frankfurt (Main) und Saarbrücken von 1985 bis 1994 wirkte er als Vermittler zwischen Autoren aus Deutschland und Frankreich und fand bei all dem auch Zeit und Muße für seine eigenen Gedichte. Volker Braun trifft in »Rückkehr des Echos« nach einer über 50-jährigen Freundschaft eine Auswahl aus dem lyrischen Werk Alain Lances.

Die Buchpremiere mit Alain Lance und Volker Braun findet am 12. März um 18 Uhr im Institut français Leipzig statt.

Messedonnerstag: Buchvorstellung von Hinrich von Haarens »Blaues Reich. Winterstadt« (Residenz Verlag)

Hinrich von Haaren lässt in »Blaues Reich. Winterstadt« mit großer erzählerischer Kraft die Atmosphäre der späten 80er Jahre aufleben. Ein Roman der zwischen Brüchigkeit und Glamour, Schmerz und Humor, Gegenwart und Vergangenheit oszilliert.
West-Berlin vor dem Fall der Mauer, China vor dem Massaker am Tian’anmen-Platz: eine Welt voller uneinlösbarer Versprechen, eine Generation, die sich treiben lässt auf der Suche nach einem anderen Leben. Im winterlichen Berlin mit seinen dunklen Kneipen und plüschigen Cafés versuchen der Erzähler und sein bunt zusammengewürfelter Freundeskreis, eine neue Freiheit zu erfinden. In ihrem Mittelpunkt steht die schillernde Nina, die alle in ihren Bann zieht, selbst jedoch den gefährlichen Einflüsterungen ihrer inneren Stimmen ausgeliefert ist. Ein One-Way-Ticket nach Beijing wird zum Befreiungsschlag: Der Ich-Erzähler lässt alles hinter sich und reist durch ein China im Umbruch, durch ein großes, blaues Reich, in dem er vergeblich das Vergessen sucht.

Der Autor liest aus »Blaues Reich. Winterstadt« am 12. März um 11 Uhr im Literaturcafé (Halle 4, B600) und um 19.30 Uhr im Konfuzius-Institut Leipzig.

Messedonnerstag: Präsentation von Lea Schneiders »made in china« (Verlagshaus Berlin)

»Made in China« ist made in China. Lea Schneider bewegt sich durch sechs chinesische Metropolen, durch die chinesische Sprache, durch die chinesische Geschichte. Nanjing, Shanghai, Hong Kong, Taipei, Chengdu, Beijing – die Gedichte sind in den Städten entstanden, aber keines behauptet, sie zu kennen oder erklären zu wollen. Stattdessen sind sie ein zärtliches Sammeln und Suchen: Nach Objekten, Texten, Sprachfragmenten und Gerüchen, die uns viel näher liegen, als eine koloniale Sichtweise auf China nach wie vor behauptet. Was sie finden, ist keine Stadt, kein Land: Sie finden ein Loch im Papier, das groß genug ist. Groß genug für Freundschaften mit Menschen, Büchern und Geistern. Groß genug für eine Nostalgie, die zwar in die Vergangenheit schaut, aber sich an die Gegenwart richtet – eine auf 350 km/h beschleunigte Gegenwart, gegen die Europa alt aussieht.

Am 12. März liest die Autorin um 20 Uhr im RUBIKON Tapetenwerk (Lützner Straße 91, 04177 Leipzig) aus ihrem Gedichtband.

Messedonnerstag: Christian Schulteisz präsentiert »Wense« (Berenberg Verlag)

Erstmals erscheint mit »Wense« von Christian Schulteisz ein deutsches Romandebüt im Berenberg Verlag: Der Universaldilettant Wense wandert so, wie er forscht, übersetzt und komponiert: ekstatisch. Deutsche Landschaften sind ihm ebenso heilig wie die Sagen und Mythen der Cherusker, Maya oder Osmanen, wie Sterne, Steine und Tiere und all das andere, was es zu entdecken gilt. Allerdings herrscht Krieg, sein geliebtes Kassel wurde schon zerbombt, und in Göttingen muss er neuerdings Sonden für den militärischen Wetterdienst prüfen …
Angelehnt an die historische Person Hans Jürgen von der Wense erzählt Christian Schulteisz von einem allwissenden Taugenichts, der plötzlich taugen soll.
Ein tragisch-komischer Roman über Poesie und Irrsinn einer staunenden, zweckfreien Sicht auf die Welt.
Christian Schulteisz, geboren 1985 in Gelnhausen, lebt in Stuttgart.

Christian Schulteisz stellt das Buch am 12. März um 22 Uhr im Rahmen der Langen Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei vor.

Messefreitag: Tine Høeg stellt »Neue Reisende« vor (Literaturverlag Droschl)

Tine Høegs »Neue Reisende« – ausgezeichnet als bester dänischer Debütroman – greift in einem sensiblen Minimalismus und mit subtiler Situationskomik auf, was junge Menschen heutzutage bewegt. Schnörkellos-präzise und zugleich kunstvoll und empathisch.
An ihrem ersten Arbeitstag trifft die junge Lehrerin im Pendlerzug auf einen verheirateten Mann. Sie beginnen eine Affäre, die für ihn mehr Lust als Liebe bedeutet, bei ihr hingegen löst sie Gefühlsverwirrungen aus. Dazu kommt die Überforderung im Job: Routine und das nötige Selbstvertrauen fehlen ihr. Den Schüler*innen ist sie oft näher als den Kolleg*innen. Im Unterricht und auf Klassenfahrten wird deutlich, dass sie noch lange nicht in ihrer Rolle als Lehrerin angekommen ist.
Innerhalb weniger Monate schlittert die Erzählerin in einen Schlingerkurs aus Orientierungslosigkeit und Wunschfantasien, Eskapismus und Betäubung, probiert sich aus, um den für sie passenden Lebensentwurf zu finden. Unvermeidbar für die »Neue Reisende« sind dabei scheinbare Irrwege, Kratzer und Zusammenstöße.

Am 13. März um 11 Uhr präsentiert die Autorin ihren Debütroman im Nordischen Forum (Halle 4, Stand C400).

Messefreitag: Buchpräsentation von Malu Halasas »Mutter aller Schweine« (Elster & Salis)

Ein Debütroman über Alltag und Leben im heutigen Nahen Osten, erzählt aus dem Innern einer Familie in Jordanien – unverhüllt, kritisch, mit schwarzem Humor und einem tiefen Verständnis für die Komplexität der Region. Der christlich-jordanische Armeeoffizier Hussein Sabas versucht nach der Pensionierung sein Glück als einziger Schweineschalchter der Levante und verkauft alle Arten von Koteletts, Würsten und Schinken – sehr zum Leidwesen der rechtgläubigen muslimischen Nachbarn. Hussein lebt in einem von Frauen dominierten Haushalt in einem Vorort der jordanischen Hauptstadt Amman: Da ist seine konservative Schwiegermutter Fadhma, die über die Familie und ihre Geheimnisse wacht; seine Frau Laila, die auf ihre Träume verzichtete und sich bemüht, nicht in Bitterkeit zu versinken; seine Schwester Samira, die sich insgeheim einer Gruppe syrischer Aktivistinnen anschließt; seine Nichte Muna, die zum ersten Mal aus den USA zu Besuch ist und sich schnell mit Samira anfreundet.
Malu Halasa ist eine jordanisch-philippinisch-US-amerikanische Schriftstellerin. Sie studierte an der Columbia Universität in New York und lebt heute in London.

Die Autorin stellt ihren Roman am 13.03. um 12 Uhr beim Forum Literatur (Halle 5, Stand K600) und ab 19 Uhr im naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46) vor.

Messesamstag: Peter Kamber stellt »Fritz und Alfred Rotter. Ein Leben zwischen Theaterglanz und Tod im Exil« vor (Henschel Verlag)

In keiner Erzählung über das Berlin der Weimarer Republik dürfen sie fehlen: die Theaterdirektoren Fritz und Alfred Rotter. In den frühen Zwanzigern prägten die beiden Brüder mit ihren Stücken das neue »frivole« Berlin, später holten sie mit untrüglichem Theaterinstinkt die Operette in ihre Theater. Die Rotters entdeckten Hans Albers und Käthe Dorsch; Fritzi Massary und Richard Tauber wurden auf den »Rotterbühnen« zu Weltstars. Mit sicherem Gespür für die Bedürfnisse des Publikums, dramaturgische Stoffe, Melodien und Schauspieler schufen Fritz und Alfred Rotter unzählige Erfolgsstücke.
Peter Kamber legt die erste Biografie über die Bühnenkönige der »Goldenen Zwanziger« vor: Als Drama in fünf Akten erzählt er vom Absturz der Rotter-Brüder aus dem Theaterhimmel und ihrem Tod im Exil. Damit macht er, stets mit Blick auf Gesellschaft und Politik kurz vor dem Beginn der NS-Diktatur, auch die große Theaterzeit der Zwanziger Jahre lebendig.

Peter Kamber stellt sein neues Buch am Messesamstag um 14 Uhr im Literaturcafé (Halle 4, B600) vor.

Messesamstag: Patricia Cammarata präsentiert »Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!« (Eichborn Verlag)

Machen Videospiele aggressiv? Wie wirkt sich Instagram auf die Körperwahrnehmung Pubertierender aus? Was mache ich, wenn mein Kind online gemobbt wird? Und was war gleich Fortnite noch mal? Kaum ein Thema beschäftigt Eltern so sehr wie der Medienkonsum ihrer Kinder. Die dringendsten Fragen rund um die Medienerziehung beantwortet die Digitalisierungsexpertin und Diplom-Psychologin Patricia Cammarata in »Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!«. Faktenbasiert und humorvoll, mit Hintergrundwissen angereichert und am Familienalltag ausgerichtet zeigt das Buch, wie man mit Kindern tiefentspannt durch den Mediendschungel kommt und ihnen dabei auf Augenhöhe begegnet. Katja Berlin, die mit ihren berühmten »Torten der Wahrheit« die Welt erklärt, hat die Themen in unterhaltsamen Infografiken visualisiert und auf den Punkt gebracht.
Patricia Cammarata ist Autorin, hält Vorträge und gibt Workshops, ihre Schwerpunktthemen sind Kinder und digitale Medien sowie Gleichberechtigung. Seit 2004 schreibt sie unter https://dasnuf.de/ ins Internet und das so erfolgreich, dass sie bereits mehrere Preise gewonnen hat. Seit drei Jahren schreibt sie regelmäßig für den Elternratgeber SCHAU HIN!

Am 14.03. um 14.30 Uhr ist Patricia Cammarata mit ihrem neuen Buch zu Gast in der LVZ-Autorenarena.