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Januar 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu Beginn des Jahres werfen wir mit vier Buchempfehlungen aus vier Verlagen schon einmal einen Blick auf das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017: Frankreich. Bonne lecture!

Mit einem freundlichen Gruß von

Kirchner Kommunikation

Claude Simon: Das Pferd (ET 7. März 2017; Berenberg Verlag)

Die deutschsprachige Erstausgabe von Simons Erzählung erscheint am 7. März. »Das Pferd«, erstmals 1958 publiziert, führt mitten hinein in das thematische Universum des Nobelpreisträgers: das französische Debakel im Zweiten Weltkrieg und das Schicksal des in deutsche Gefangenschaft geratenen Kavalleristen Claude Simon. Eine literarische Trouvaille, in der die wichtigsten Motive und Handlungsstränge aller späteren Romane des Autors bereits angelegt sind. Aus dem Französischen übertragen von Eva Moldenhauer, mit einem Nachwort von Mireille Calle-Gruber.

Valentine Goby: Kinderzimmer (ET 25. Februar 2017; ebersbach & simon)

Am 25. Februar erscheint im Verlag ebersbach & simon Valentine Gobys Roman »Kinderzimmer«, aus dem Französischen übersetzt von Claudia Steinitz. Basierend auf Zeitzeugenberichten, u. a. von Marie-José Chombart de Lauwe, die als Säuglingsschwester im KZ Ravensbrück eingesetzt wurde, erzählt die französische Schriftstellerin mit klarer und schnörkelloser Sprache die Geschichte der fiktiven Résistance-Kämpferin Mila. Sie wird – schwanger – Anfang 1944 ins Frauen-KZ in Ravensbrück deportiert und bringt dort ihren Sohn zur Welt. Gemeinsam mit vielen anderen Neugeborenen wird er im »Kinderzimmer« untergebracht, und Mila tut alles in ihrer Macht stehende, um sein und ihr Leben zu retten.

Claude-Philippe, Graf Caylus: Cadichon oder Alles gelingt, wenn man nur warten kann (ET März 2017; Ripperger & Kremers)

Bei Ripperger & Kremers startet in diesem Frühjahr die neue »Schlaflosreihe«. Den Auftakt bildet im März das turbulente Märchen »Cadichon oder Alles gelingt, wenn man nur warten kann« des französischen Schriftstellers Claude-Philippe, Graf Caylus (1692–1765), kongenial übersetzt von Norbert Miller. Die rasante Geschichte um den verstoßenen Prinzen Pettau und seine bürgerliche Frau Gillette, verfeindete Feen, eine hässliche Königin und den kleinen Prinzen Cadichon bietet beste Unterhaltung in schlaflosen Nächten.

Octave Mirbeau: Diese verdammte Hand (ET März 2017; Weidle Verlag)

Mirbeau (1848–1917) zählte um 1900 zu den bekanntesten, literarisch verwegensten und politisch provokativsten Romanciers, Dramatikern und Feuilletonisten. Die Wiederentdeckung des Autors setzte in Frankreich in den 1990er Jahren ein, als Pierre Michel und Jean-Francois Nivet ihre große Lebens- und Werk-Monographie veröffentlichten. Zum 100. Todestag von Octave Mirbeau (16.02.2017) erscheint sein Roman »Dans le ciel« in deutscher Erstübersetzung. Eva Scharenberg hat den Roman ins Deutsche übertragen, das Nachwort ist von Pierre Michel.

»Diese verdammte Hand« ist ein komplexer, vielfach verschachtelter Künstlerroman um Vincent van Gogh, der zu Lebzeiten nur ein Bild verkaufte: an Mirbeau. Der Roman ermöglicht einen faszinierenden, sprachgewaltigen, aber desillusionierenden Blick auf existentielle Erfahrungen des Menschen.