Kirchner PR

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Newsletter
Juli 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Reisebekanntschaften, waghalsige Ausflüge, fremde Länder ... die Ferien locken mit allerlei Abenteuern - wer's lieber gemütlicher mag, bleibt am Pool und reist im Kopf. Viel Vergnügen beim Entdecken von aktuellen Sommerschmökern und Neuerscheinungen!

Mit einem freundlichen Gruß von

Kirchner Kommunikation

Manuela Reichart: Schon wieder Verspätung! Reisebekanntschaften (Dörlemann Verlag, soeben erschienen)

»Es gibt Menschen, die du nie triffst. Sie sind aber da. Es lohnt, hinzuhören.« Von einigen dieser Menschen erzählt die Berliner Autorin Manuela Reichart. Auf Reisen, an der Bar, in der Bahn und am Pool hat sie Unbekannte getroffen und zugehört. In ihren kurzen Portraits erzählt sie von schrägen, dramatischen, berührenden und rasend komischen Menschen und Lebensgeschichten. 30 unterhaltsame Momentaufnahmen in schöner Ausstattung (mit Lesebändchen), ein hübsches Geschenkbuch und, selbstverständlich, ein idealer Reisebegleiter.

Ruth Landshoff-Yorck: Das Mädchen mit wenig PS (AvivA Verlag, Mitte August)

Mitreißende Reportagen, pointierte Skizzen, kuriose Anekdoten – Ruth Landshoff-Yorck schrieb in den zwanziger und beginnenden dreißiger Jahren Feuilletons für Dame, Tempo und Vogue. Unvoreingenommen und unkonventionell nähert sich die glamouröse Schriftstellerin und Schauspielerin in ihren Texten Zeitgeist und Lebensart der Weimarer Republik an. Mit viel Witz charakterisiert sie die neue »Weibliche Höflichkeit«, schreibt über die »Leichtigkeit zu küssen« und sinniert darüber, »Was kein Mann kann«. Sie nimmt das Konzertpublikum und die Spezies der Grammophonsnobs unter die Lupe, gibt sarkastische »Ratschläge für die Winterreise« und berichtet von ihren abenteuerlichen Ausflügen mit dem neuen Mädchentraum – dem Auto. »Das Mädchen mit wenig PS« vereint einen Großteil der Feuilletons von Ruth Landshoff-Yorck aus der Weimarer Republik erstmals in Buchform und bietet so, pünktlich zum 50. Todestag am 19. Januar 2016, die Möglichkeit, eine der unterhaltsamsten und spannendsten Autorinnen der Weimarer Republik neu zu entdecken.

Claus Cornelius Fischer: Die letzte echte Frau (Fuchs & Fuchs Verlag, 29. August 2015)

Claus Cornelius Fischers packender Pulp-Krimi entführt in das Berlin kurz vor dem Mauerbau: Max Schmeling – desillusionierter, melancholischer Ex-Idealist, Ex-Drummer und Ex-BND-Agent mit einem dunklen Geheimnis – betreibt im Westen der geteilten Stadt den Jazzclub »Leo’s Russian Tearoom«, in dem Musiker, Journalisten, Alt-Nazis und Geheimdienstler ein und aus gehen. Zwar hat Schmeling, der einst die interne Fahndungsliste des KGB anführte, längst mit seiner Vergangenheit abgeschlossen, doch dann taucht überraschend seine ehemalige Geliebte Katharina Roschenko in der zum Zerreißen angespannten Stadt auf und stellt sein Leben auf den Kopf. Und plötzlich wiederholt sich, was er eigentlich hinter sich lassen wollte: Für die gefährliche Schönheit aus Moskau setzt er nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Freunde aufs Spiel.

Ursula Pecinska: Hallgatás. Das Tagebuch der Krisztina (bilgerverlag, 11. September 2015)

Sándor Márais Roman »Die Glut« aus dem Jahr 1942 bildet den Echoraum für Ursula Pecinskas »Hallgatás. Das Tagebuch der Krisztina«. Wo Márai den Leser in rätselhafter Ungewissheit zurücklässt, knüpft Ursula Pecinska geschickt an die Geschichte der Freunde Konrád, Henrik und dessen Frau Krisztina an und schafft mit ihrem »Tagebuch« eine literarische Kulturgeschichte. Ursula Pecinska gelingt mit »Hallgatás. Das Tagebuch der Krisztina« eine für sich stehende, berührende Erzählung, die es – auch ohne Kenntnis des Kontexts – vermag, den Leser in ihren Bann zu ziehen.

María Sonia Cristoff: Lasst mich da raus (Berenberg Verlag, September 2015)

Der neue Roman der argentinischen Autorin ist kurz, elegant, klug und radikal: Mara, im früheren Leben Konferenzdolmetscherin, will endlich ihre Ruhe haben. Ein Jahr. Mindestens. Und so nimmt sie in einem obskuren Heimatkundemuseum in der argentinischen Provinz eine Stelle als Saalwächterin an. Dumm nur, dass sie so schnell befördert wird und einem geschwätzigen Tierpräparator zur Hand gehen muss. Soll das Schweigejahr nicht für die Katz sein, gilt es, drastischere Maßnahmen zu ergreifen – die zu allseitigem Erstaunen eine Art Happy End mit sich bringen (außer vielleicht für den Präparator). Elegant, witzig, klug und zutiefst radikal: ein kleiner, feiner Anarchistenroman. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen.
María Sonia Cristoff wird Gast des internationalen litertaurfestival berlins sein (September 2015) und ihren Roman am 16. September im Literaturhaus Zürich vorstellen.