Kirchner PR

Zurück zur Übersicht

Newsletter
Juli 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

was ist Singen? Sind Tiere musikalisch? Und was hat es mit dem Mann von Pölarölara auf sich? Fünf Neuerscheinungen aus dem Residenz Verlag, dem mairisch Verlag, dem Henschel Verlag und dem Hollitzer Verlag laden in die Welt der Musik ein.

Mit herzlichem Gruß
Kirchner Kommunikation

Daria Wilke: Die Hyazinthenstimme (Residenz Verlag; ET: 27. August 2019)
Im Haus Settecento hat der zwielichtige »Zar« nach dem Vorbild der Barock-Konservatorien ein verstecktes Internat geschaffen. Hier werden hochbegabte Knaben ausgebildet – und kastriert, um wie die Kastratensänger des Barock die spektakulärsten Rollen singen zu können. Als der kleine Timo mit der Zauberstimme nach Wien flieht und sein Mentor Matteo loszieht, um ihn zu suchen, muss sich die Kunstwelt mit der Realität konfrontieren: Matteo wird zum Straßensänger, zu Jäger und Gejagtem. Der Zar scheint ihm auf der Spur zu sein, und um Timo zu finden, muss er sich in der harten Welt der Obdachlosen behaupten. Erfüllt von den Klängen der Barockoper, erzählt Daria Wilke die atemlose Geschichte eines Geheimbunds, der bereit ist, jeden Preis für Schönheit zu zahlen.

Bettina Hesse (Hg.): Die Philosophie des Singens (mairisch Verlag; ET: 03. September 2019)
Die Stimme ist unser ureigenes Instrument, und wir haben sie jederzeit bei uns. Sie steht im Zentrum einer Philosophie des Singens, wenn wir uns fragen: Was ist Singen überhaupt? Ist es künstlerischer Ausdruck, Spiegel der Seele oder ein politischer Akt? Was bedeuten cantabile, parlando oder die ganze Stimme, und was können wir für sie tun? Wie singen Tiere? Reicht der Gesang auch bis in die Stille? Welche Rolle spielt er in Nietzsches Theorien? Und ist es ein Unterschied, gemeinsam im Kneipen- oder Kirchenchor zu singen oder alleine unter der Dusche?
20 Autor*innen ergründen in »Die Philosophie des Singens« die ästhetischen, politischen, soziologischen und praktischen Aspekte einer Kulturtechnik, die immer auch Teil unseres ganz natürlichen Ausdrucks ist.

Henkjan Honing: »Der Affe schlägt den Takt« (Henschel Verlag; ET: 11. Oktober 2019)
Musikalisch ist, wer einen Takt schlagen und Melodien erkennen kann. Können Tiere das auch? Diese Ausgangsfrage bewegt den Musikwissenschaftler Honing zu einer langen und intensiven Reise durch die Forschungslabore von Verhaltensforschern und Neurobiologen in Mexiko, Japan, den USA und den Niederlanden. Das Phänomen der Musikalität wird so aus geistes- und kognitionswissenschaftlicher Sicht anschaulich untersucht. Der Forschungsbericht ist eine persönliche und unterhaltsame Erzählung über das Menschliche im Tier.
Dr. Henkjan Honing ist Musikwissenschaftler und arbeitet interdisziplinär. Er hat einen Lehrstuhl zur Erforschung der Wahrnehmung von Musik sowohl am Fachbereich für Geistes- als auch für Naturwissenschaften an der Universität von Amsterdam inne.

Arnold Werner-Jensen: »Musiknation Deutschland? Ein Plädoyer für die Zukunft unserer Orchester« (Henschel Verlag; ET: 11. Oktober 2019)
In Deutschland haben wir die beste Orchesterlandschaft der Welt. Doch wie lange noch? Sind wir in der Lage, sie in Zeiten von Globalisierung, Orchesterfusionen und zunehmender Entfernung der Jugend zur klassischen Musik zu erhalten oder neu zu definieren? Kritisch und streitbar, aber stets konstruktiv und mit Liebe zum Thema wirft Werner-Jensen ein erhellendes Licht auf das Gestern, Heute und Morgen der Musiknation Deutschland.
Dr. Arnold Werner-Jensen ist Musikwissenschaftler und -pädagoge. Er hat zahlreiche Bücher zu musikalischen Themen veröffentlicht, u. a. Orchestermusikbände sowie Opern- und Konzertführer. Viele Jahre lehrte er als Professor an den Pädagogischen Hochschulen in Heidelberg und Weingarten, heute konzertiert er regelmäßig als Pianist und Cembalist.

Alfred Kirchner: Der Mann von Pölarölara. Autobiografie (Hollitzer Verlag; ET: Oktober 2019)
Von abenteuerlich absurden Begebenheiten, vom Bombenangriff auf sein Geburtsdorf in Schwaben, vom Nazikind auf dem Weg in alle Welt, auch zu den Bayreuther Festspielen und dem damit verbundenen Symposion aller wichtigen israelischen Musikwissenschaftler und Komponisten; von den politischen Kämpfen in Stuttgart (RAF, Filbinger-Affäre) bis zu seinen Bühnenarbeiten mit Abbado, Harnoncourt und Rattle erzählt der Theater- und Opernregisseur Alfred Kirchner in seiner Autobiografie – immer die Waage haltend zwischen Abgründigem und wunderbar Komischem. Kirchners Helfer ist dabei der Mann von Pölarölara, den der Vierjährige erfunden hat, um sich gegen seine ältere Schwester zu behaupten. Anfangs nur vier Zentimeter groß, war er, dank seiner metallischen Härte, doch imstande, sich unter die Märklin-Eisenbahn zu werfen und sie zum Entgleisen zu bringen. In kühnen Sprüngen bewegt sich Kirchner vor und zurück in der Zeitreise, das Unwahrscheinliche mit der Wirklichkeit verknüpfend. Leben oder Theater?