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Juni 2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

pünktlich zum Beginn der Urlaubszeit reisen wir mit fünf Büchern aus fünf Verlagen durch China, den Iran, Mexiko, Russland und den Rest der Welt.

Mit einem freundlichen Gruß von

Kirchner Kommunikation

Juan Pablo Villalobos: Ich verkauf dir einen Hund (ET September 2016; Berenberg Verlag)

Wie viele Kakerlaken passen in einen Aufzug? Wie nützlich ist Adorno beim Abwimmeln von bekehrungseifrigen Mormonen? Lebt die Revolution? Und vor allem: Was steckt wirklich in einem Taco? Fragen über Fragen, die der mexikanische Kultautor Juan Pablo Villalobos in seinem rasanten neuen Roman aufs Vergnüglichste beantwortet. Nabel der fiktiven Welt ist ein Wohnhaus im Herzen von Mexico City, wo der ganz normale Wahnsinn der Stadt auf ein paar Etagen zusammenschnurrt. Während der hausinterne Literaturkreis auf dem Flur tagt – unter dem strengen Regiment der rüstigen Francesca – und Neuankömmlinge skeptisch-begeistert beäugt, entspinnt sich auf den oberen Stockwerken irgendetwas zwischen Liebes-, Künstler- und Kriminalgeschichte. Ein großer Spaß und, nach »Fiesta in der Räuberhöhle« und »Quesadillas«, der lang erwartete dritte Band der Mexiko-Romantrilogie.

Abbas Maroufi: Fereydun hatte drei Söhne (ET Oktober 2016; Edition Büchergilde)

Abbas Maroufi, 1957 in Teheran geboren, gründete 1990 die oppositionelle Zeitschrift »Gardun«. Wegen »Beleidigung der islamischen Grundwerte« wurde er zu einer Gefängnisstrafe und zu Peitschenhieben verurteilt und erhielt ein Publikationsverbot. Internationale Proteste verhinderten, dass das Urteil vollzogen wurde, die Zeitschrift verlor jedoch die Lizenz. Maroufi gelang es mit Hilfe des deutschen PEN, den Iran zu verlassen. Seit 1996 lebt Abbas Maroufi mit seiner Familie in Berlin. Er hat einen Verlag für persische Exilliteratur und eine Buchhandlung gegründet, »Hedayat. Haus der Kunst und Literatur«, die größte iranische Buchhandlung Europas. Jetzt erscheint einer seiner wichtigsten Romane in deutscher Erstübersetzung (aus dem Persischen von Susanne Baghestani) in der von Ilija Trojanow herausgegebenen Buchreihe »Weltlese. Lesereise ins Unbekannte«. »Fereydun hatte drei Söhne« ist ein dichtes Portrait der iranischen Gesellschaft im Kontext der Islamischen Revolution 1979. Am Beispiel von vier Brüdern erzählt Maroufi von unterschiedlichsten politischen Wegen, die bis nach Deutschland und bis in den Tod führen.

Alexandre Verhille und Sarah Tavernier: Der illustrierte Atlas der Architektur voller merkwürdiger Bauwerke (Kleine Gestalten; ET 27. September 2016)

Für den Bau von Schloss Neuschwanstein wurden 465 Tonnen Marmor verwendet. Die größte Moschee der Welt hat eine Fläche von 56 Fußballfeldern. Das Atomium in Brüssel beherbergt die längsten Rolltreppen Europas. Das größte aus Lehm errichtete Gebäude der Welt steht im nordafrikanischen Mali und wurde in nur einem Jahr erbaut. Sarah Tavernier und Alexandre Verhille haben für »Der illustrierte Atlas der Architektur voller merkwürdiger Bauwerke« die längsten Brücken, höchsten Türme, eindrucksvollsten Kulturstätten und jede Menge Kuriositäten recherchiert. Die architektonischen Meisterleistungen verorten sie auf sorgsam gestalteten Landkarten und ganz nebenbei flechten sie spannende Fakten zu den unterschiedlichen Baustilen und wichtigsten Auszeichnungen ein.

Pei-Yu Chang: Hundebraten süß-sauer. Kochbuch der chinesischen Hausmannskost (kunstanst!fter verlag; ET September 16)

Zu einer bunt bebilderten Reise durch die chinesische Küche lädt die aus Taipeh stammende Illustratorin Pei-Yu Chang ein: »Hundebraten süß-sauer« präsentiert traditionelle Kochmethoden und unterschiedlichste Rezepte aus Changs Heimat – von Besoffenen Garnelen in Shaoxing-Reiswein über Auberginen mit Thai-Basilikum bis hin zum geschmorten Huhn mit Kastanien. Die anregenden Kochanleitungen hat Chang mit bunten Collagen versehen.

Dmitrij Venevitinov: Flügel des Lebens. Lyrik, Prosa, Briefe (Ripperger & Kremers, ET 28. Juni 2016)

Wie Alexander Puschkin wurde Dmitrij Venevitinov schon von Zeitgenossen als junges Genie verehrt. Der berühmte russische Literaturkritiker Tschernyschewski schrieb über ihn: »Hätte Venevitinov wenigstens zehn Jahre länger gelebt, er hätte unsere Literatur um ganze Jahrzehnte vorangebracht.« Dazu kam es nicht: Er starb, nur 21 Jahre alt, nach einer Verhaftung. Nicht nur sein früher Tod ließ den begabten und begeisterten Dichterphilosophen als Inbegriff des frühvollendeten romantischen Götterlieblings erscheinen.

Der am 28. Juni im Verlag Ripperger & Kremers erscheinende Band »Flügel des Lebens« stellt Dmitrij Venevitinov und sein Gesamtwerk – Lyrik, literarische und philosophische Prosa sowie Briefe – erstmals in deutscher Übersetzung vor, die völlig neue Einblicke in den deutsch-russischen Kulturaustausch ermöglicht.

Die Gedichte werden in wörtlicher Übertragung und in einer freieren Nachdichtung durch den deutschen Lyriker Hendrik Jackson präsentiert. Dorothea Trottenberg übersetzte die Prosa und die Briefe Venevitinovs.