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Newsletter
Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

pünktlich zum Ehrengastauftritt »Francfort en français / Frankfurt auf Französisch« auf der Frankfurter Buchmesse 2017 erscheinen Novitäten französischsprachiger Autorinnen und Autoren sowie Bücher über Frankreich im Dörlemann Verlag, bei ebersbach & simon, in der edition Körber-Stiftung, im Picus Verlag, im Susanna Rieder Verlag sowie im Weidle Verlag.

Mit einem freundlichen Gruß von
Kirchner Kommunikation

Léonor de Récondo: Amours (Dörlemann Verlag; ET 16. August 2017)

Léonor de Récondo gehört zu den französischen Autorinnen und Autoren, die zur Frankfurter Buchmesse 2017 eingeladen sind. »Amours« ist ihr vierter Roman und ihre erste Übersetzung ins Deutsche (übertragen von Isabel Kupski): 1908 haben es Frauen schwer. Victoire hat Glück, ihre Eltern haben eine Ehe mit dem angesehenen Notar Anselme de Boisvaillant arrangiert. Auch die 17-jährige Céleste ist froh, dort als Hausmädchen untergekommen zu sein. Jetzt fehlt dem Paar nur noch ein Nachkomme. Aber wie, wenn Victoire die körperliche Nähe Anselmes kaum erträgt? Als Céleste schwanger wird, weiß Victoire sofort, wer der Vater ist, aber auch einen Skandal zu verhindern: Der kleine Adrien wird der ersehnte Sohn der Boisvaillants. In diesem Lügengespinst aus bürgerlichem Anstand, sexueller Gewalt und Unterdrückung, entdecken Victoire und Céleste ihre Liebe füreinander. Und die große Lust, die sie einander schenken können.

Anne Philipe: Nur einen Seufzer lang. Geschichte einer Liebe (ebersbach & simon; ET August 2017)

Anne Philipes Debütroman »Nur einen Seufzer lang« avancierte Anfang der Sechzigerjahre zum internationalen Bestseller. Die französische Ethnografin, Schriftstellerin und Journalistin Philipe (1917–1990) verarbeitete in dem Roman den Tod ihres Ehemannes, der Schauspiellegende Gérard Philipe (1922–1959). Poetisch und ergreifend, dabei jedoch frei von Pathos, erzählt »Nur einen Seufzer lang« von einer bewegenden Liebesbeziehung und dem Abschiednehmen von einem geliebten Menschen. Aus dem Französischen von Margarethe Bormann.

Rainer Moritz (Hrsg.): Frankreich à la carte. Kulinarische Geschichten (ebersbach & simon; ET September 2017)

Der von Rainer Moritz herausgegebene und mit einem Nachwort versehene Erzählband versammelt kulinarische Geschichten berühmter französischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Mit Erzählungen von Colette, Gustave Flaubert, Madame de Sévigné, Guy de Maupassant, Georges Simenon und anderen.

Georg Blume: Der Frankreich-Blues. Wie Deutschland eine europäische Freundschaft riskiert (edition Körber-Stiftung; ET Oktober 2017)

Die deutsch-französische Freundschaft war über Jahrzehnte ein Vorbild für Versöhnung: Aus den einstigen Erbfeinden schienen Freunde für ein ganzes Völkerleben geworden zu sein. Doch seit sich Deutschland unter der großen Koalition eine Vormachtstellung in Europa anmaßt, sind diese herzlichen Beziehungen in ernster Gefahr, diagnostiziert Georg Blume, Frankreich-Korrespondent der ZEIT. Von den Stammgästen ländlicher Bistros bis zu Pariser Intellektuellen und Spitzenpolitikern ziehen die Franzosen eine bittere Bilanz: Deutschland hat kein Interesse mehr an Frankreich, will seinen Erfolg nicht teilen, nimmt in Wirtschafts- und Sozialpolitik keine Rücksicht mehr auf den Nachbarn und Freund und ignoriert dessen Stärken. Georg Blume hält uns den Spiegel vor, aber er verkennt auch nicht die inneren Probleme Frankreichs. Doch es lohnt sich, um unseren treuen Freund zu kämpfen: Nur wenn Deutschland und Frankreich ihr Beziehungstief überwinden, kann sich das ganze europäische Projekt wieder stabilisieren.

Mario Ramos: König sein (Picus Verlag; ET 17. Juli 2017)

Der belgische Künstler Mario Ramos (1958–2012) hat mit seinem Bilderbuch »König sein« eine Parabel über die Verlockungen der Macht geschaffen. Löwe Leo, König der Tiere, erlässt nach seinem Amtsantritt Gesetze, wie es ihm gerade passt. Nun soll sogar den Vögeln das Fliegen verboten werden! Der kleine Gilli ist der Einzige, der die Freiheit des Fliegens kennenlernen darf – wegen eines Versäumnisses seiner Mutter. Gilli wächst zu einem neugierigen und mutigen Vogel heran, der sich nicht scheut, Fragen zu stellen: Wieso gehorchen die Tiere dem Löwen, nur weil er eine goldene Krone auf dem Kopf trägt? Kurzerhand tut er das, was sich die anderen nicht einmal zu denken trauen: Er fliegt zum König und stibitzt ihm die Krone vom Kopf …
Aus dem Französischen von Alexander Potyka. Altersempfehlung: ab 4 Jahren.

Ludovic Flamant (Text) & Jean-Luc Englebert (Illustration): Puppen sind doch nichts für Jungen! (Picus Verlag; ET 17. Juli 2017)

Nicos Eltern staunen nicht schlecht, als ihm die schrullige Tante bei ihrem Besuch ausgerechnet eine Puppe mitbringt. »Das ist doch kein Spielzeug für Jungen!«, sind sich die Eltern einig, doch Nico schließt das Geschenk sofort ins Herz. Am liebsten würde er sein neues Lieblingsspielzeug mit in die Schule nehmen, aber da hat Papa ernste Bedenken. Ein richtiges »Jungenspielzeug« soll Nico von der innig geliebten Puppe ablenken – wird der Manipulationsversuch gelingen?
Charmant und mit viel Humor nimmt der belgische Schriftsteller Ludovic Flamant Geschlechterzuordnungen und gesellschaftliche Normen aufs Korn. Der in Brüssel lebende Illustrator Jean-Luc Englebert hat die Geschichte um den kleinen Nico bebildert. Aus dem Französischen von Alexander Potyka. Altersempfehlung: ab 4 Jahren.

Simon Roussin (Text und Illustration): Der Bandit mit dem goldenen Colt (Susanna Rieder Verlag; ET August 2017)

Von Postkutschenüberfällen, Reiterszenen durch den Wilden Westen, einem Bankraub, gewaltiger Natur und großen Gefühlen – »Der Bandit mit dem goldenen Colt« ist ein Bilderbuch-Western im wahrsten Sinne des Wortes. Der französische Illustrator und Kinderbuchautor Simon Roussin erzählt eine Familientragödie um zwei Waisenbrüder, die in ihrer Kindheit voneinander getrennt werden und völlig verschiedene Wege einschlagen: Während Jesse zum meist gesuchten Verbrecher des Wilden Westens wird, schließt sich Henry einem Trapper an und führt ein anständiges Leben – bis die Brüder eines Tages wieder aufeinander treffen … Roussin zitiert das klassische Westerngenre in leuchtenden Filzstiftzeichnungen, die an Kamera-Einstellungen der großen Westernfilme von Sergio Leone bis Quentin Tarantino erinnern. Aus dem Französischen von Susanna und Johannes Rieder. Altersempfehlung: ab 9 Jahren.

Shenaz Patel: Die Stille von Chagos (Weidle Verlag; ET September 2017)

Die 1966 auf Mauritius geborene Patel ist Roman- und Theaterautorin und Journalistin. Sie schreibt sowohl auf Französisch als auch auf Morisyen (Mauritius-Kreolisch). Thema ihres Romans ist das Schicksal der Chagossianer, die auf Inseln des Chagos-Archipels im Indischen Ozean lebten, bis sie ab Mitte der 1960er Jahre vertrieben wurden. Die Inselbewohner wurden zwangsumgesiedelt, die meisten von ihnen strandeten in den Slums der mauritischen Hauptstadt Port Louis. Die Chagos-Inseln gehören bis heute zum britischen Territorium, wurden aber für 50 Jahre an die USA verpachtet, die dort, mitten im Inselparadies, eine Militärbasis errichtet haben. Der Roman setzt sich mit dieser Geschichte auseinander und erzählt aus verschiedenen Perspektiven vom Schicksal der Vertriebenen. Er erzählt vom Leben auf der Insel Diego Garcia, von den Festen, dem Essen und dem Alltag und von dem Leben auf Mauritius, das in krassem Kontrast dazu steht. Die deutsche Ausgabe (aus dem Französischen von Eva Scharenberg) enthält ein Nachwort der Autorin, das die politischen Entwicklungen der letzten Jahre nachzeichnet.