Kirchner PR

Zurück zur Übersicht

Newsletter
März 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Tagebuch einer Befreiung vom Färben weißer Haare und dem Diktat des Jugendwahns, schillernde Kulturgeschichten von Haar, Bart, Perücke und dem Friseurhandwerk – sowie die gar nicht so leicht zu beantwortende Frage, warum Hunde und ihre Besitzer sich manchmal in ihrer Haarpracht immer ähnlicher werden: Drei Bücher und ein Spiel aus den Verlagen ebersbach & simon, zu Klampen!, Berenberg und Laurence King widmen sich dem fadenförmigen Horngebilde und laden dazu ein, seine Bedeutung für uns Menschen zu erkunden.

Mit freundlichem Gruß
Kirchner Kommunikation

Sophie Fontanel: Glückssträhnen (ebersbach & simon, soeben erschienen)
Eine kurze Begegnung ist der Auslöser: Sophie Fontanel, französische Stil-Ikone und ehemalige Mode-Chefin der ELLE, beschließt eines Tages, sich ihre weißen Haare nicht mehr zu färben – ein feministischer Akt und eine Befreiung vom Diktat des Jugendwahns. Selbstbewusst und mit Witz dokumentiert sie den langsamen Prozess des Herauswachsens ihrer schwarz gefärbten Haare über die sozialen Medien, rührt damit an ein Tabu und löst eine landesweite Begeisterungswelle in der Frauen-Bewegung aus.
In »Glückssträhnen« erzählt sie von ihrem Leben als »Zebra«, den anderthalb Jahren ihrer allmählichen Transformation, von erstaunten, schockierten, meist jedoch enthusiastischen Reaktionen ihrer Mitmenschen und macht anderen Frauen Mut, selbst sichtbar zu werden.

Gerhard Staguhn: Und ewig lockt das Haar. Was es bedeutet, wie es wächst und warum es uns so anzieht (Verlag zu Klampen, ET: 24. Juni 2019)
Mal erotisiert es, mal stößt es ab: das Haar. Ob kurz oder lang, üppig oder schütter, glatt oder gelockt, gefärbt oder »natur«, stets weckt es Assoziationen – selbst wenn es fehlt. Woher kommt die große Bedeutung, die wir dem Haar beimessen? Warum werden Achselhaare abrasiert, Kopfhaare dagegen gehegt und gepflegt? Warum stehen lange Kopfhaare bei Frauen für Weiblichkeit, Schambehaarung ist jedoch ein Tabu? Gibt es etwas, das gleichzeitig so erotisch und so abstoßend ist wie das menschliche Haar? Sehen wir Haare heute anders als früher? Was ist das Rapunzel-Syndrom? Und was können uns der »blonde Engel« und die »graue Maus« über Klischees erzählen? Das menschliche Haar kann faszinieren und bannen, ob einzeln, als Bart oder Schopf. Symbolisch verweisen Haare auf das Besitzen oder den Verlust von Macht und Stärke. Im Mythos spielen sie ebenso eine Rolle wie in der Religion, zu allen Zeiten besaß das Haar Strahl- und Aussagekraft, und nicht erst seit Freud steht es für den Spiegel der Seele und ist Objekt von Fetischismus. Gerhard Staguhn analysiert diese ambivalente Beziehung des Menschen zu seinem Haar aus biologischer, kultureller und psychoanalytischer Perspektive.

Luigi Amara: Die Perücke (Berenberg Verlag; bereits erschienen)
Mode, Kunst oder meist schlichte Notwehr gegen die unbarmherzige Natur: Die Perücke bedeckt und begleitet den Menschen seit ewigen Zeiten. In diesem virtuos gebildeten und unterhaltsamen Parforceritt durch die Geschichte werden die Türme und Vogelnester vorgeführt, die einst die Köpfe höfischer Damen in Europa schmückten, ebenso wie die Allongeperücken, mit denen etwa Bach und Händel, Newton und Leibniz ihre erhitzten Köpfe verhüllten. Es fehlen weder Andy Warhols siebzehn Perücken noch André Agassis sportlicher Vokuhila. Cindy Sherman hat ihren Auftritt und Dusty Springfield samt auftoupierten Hollywood-Diven natürlich auch.

Gerrard Gethings und Mark Edmonds: Siehst du aus wie dein Hund? Ein Memo-Spiel (Laurence King Verlag)

25 Hundebesitzer und ihre haarigen Freunde zeigt das neue Memo-Spiel von Gerrard Gethings und Mark Edmonds. Hund und Herrchen müssen zueinander finden und werfen dabei jede Menge Fragen auf: Warum sehen Menschen überhaupt wie ihre Hunde aus? Sind es gemeinsame Persönlichkeitsmerkmale, kaum unterdrückte narzisstische Tendenzen, oder wachsen sie im Laufe der Zeit zusammen wie alte Ehepaare? »Siehst du aus wie dein Hund?« erforscht die intensiven Bindungen, die Menschen zu ihren Hunden entwickeln.
Das im Februar 2019 erschienene Memo-Spiel ist zurzeit ausverkauft, der Nachdruck ab Ende Mai im Handel.