Kirchner PR

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Newsletter
März 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

jetzt erst recht: In diesen turbulenten Zeiten laden wir Sie herzlichst ein, die folgenden Neuerscheinungen aus kleinen und unabhängigen Verlagen – von Debütromanen bis hin zu Belletristik- und Non-Fiction-Novitäten – zu entdecken.

Viel Freude beim Stöbern wünscht

Kirchner Kommunikation

Frédéric Brun: Perla (Faber & Faber; ET 24.02.20)
Aus dem Französischen von Christine Cavalli

Perla wurde 1944 als Jüdin nach Auschwitz deportiert, blieb jedoch auf Grund ihrer ausgesuchten Schönheit vom berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele vor dem Tod in den Gaskammern verschont. Das Trauma dieser Erlebnisse wird sie bis ins hohe Alter begleiten.
Frédéric Brun nähert sich in seinem 2007 erschienenem Debüt – ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt du Premier Roman – ebenso persönlich wie allgemeingültig dem Leben seiner Mutter. Die Ich-Erzählung des französischen Autors balanciert zwischen Roman, Tagebuch und Autofiktion.

Yorck Kronenberg: Mondariz (Dörlemann Verlag; ET 07.05.20)

In »Mondariz« spürt der Autor und Konzertpianist Yorck Kronenberg dem Geheimnis des Komponisten José Diego Coimbra nach. Ein Roman, der zwischen Wahrheit und Fiktion, Gegenwart und Vergangenheit oszilliert.
Mondariz ist eine – nach einem drohenden Vulkanausbruch – weitgehend verlassene Insel im südlichen Atlantik. Ein junger Musikwissenschaftler geht dort von Bord. Er ist auf der Suche nach den verschollenen Werken Coimbras, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigene Tonsprache entwickelte. Gleichzeitig werden bei dem Reisenden Erinnerungen an die Vergangenheit wach: In Begleitung seiner ehemaligen Freundin hat er Mondariz bereits zehn Jahre zuvor besucht, zu einer Zeit, als die Leichtigkeit einer jungen Liebe sich in der Lebensart der Inselbewohner und der beeindruckend schönen Landschaft zu spiegeln schien.
Auf Mondariz enthüllt sich dem Reisenden weit mehr als das Rätsel des Komponisten José Diego Coimbra. Die Auseinandersetzung mit dem Fremden verändert auch ihn selbst: die Sicht auf sein Leben – und das Verhältnis zu seiner vergangenen Liebe.

Maria Nurowska: Briefe aus Katyn (ebersbach & simon; ET 19.02.20)
Aus dem Polnischen von Marta Kijowska

Maria Nurowska zählt zu den wichtigsten Schriftstellerinnen der polnischen Gegenwartsliteratur. In ihrem Roman »Briefe aus Katyn« erzählt sie ausgehend von Tagebucheinträgen und Zeitzeugenberichten die Geschichte Janina Lewandowskas – einer der ersten polnischen Pilotinnen und der einzigen Frau, die beim Massaker von Katyn hingerichtet wurde. Am 3. April 2020, jährt sich der Beginn des Massakers zum 80. Mal. Janina Lewandowska selbst wurde am 22. April 1940 erschossen, es war zugleich auch ihr Geburtstag.

Thomas Jonigk: Weiter. (Literaturverlag Droschl; ET 07.02.20)

Veronika und Robert. Robert und Veronika. Beide stellen sich selbst und einander die Frage: Wie ist es möglich, glücklich zu sein? Glücklich, wenn das Leben eigentlich das Gegenteil vorherbestimmt.
Nehmen wir Veronika: Sie war in ihrer Kindheit Gewalt und Lieblosigkeit ausgesetzt, wovon wir auf den ersten Seiten des Romans erfahren. Und nehmen wir Robert: Er wurde gerade von seinem langjährigen Partner verlassen, der sich in eine Amour fou mit einem 18-Jährigen gestürzt hat. Aufgelöst und am Boden zerstört trifft er im Mai 1986 in einem Westberliner Café auf Veronika. Von da an geht es aufwärts, es kommt Hoffnung auf – es geht weiter.

Martina Wied: Das Asyl zum obdachlosen Geist (Milena Verlag; ET  Februar 2020)

Der Intellektuelle John von Kellingrath, ein junger Mann aus bestem Hause, kapituliert vor dem bürgerlichen Leben und flieht in eine Irrenanstalt.
Er ist einer der Repräsentanten des obdachlosen Geistes, ein Asket, der den materialistischen Anforderungen seiner hochbürgerlichen Familie nicht gewachsen ist. Kellingrath hat seine Frau einst aus Pflichterfüllung geheiratet und verachtet sie wegen ihres berechnenden Charakters. Als sie gemeinsam mit seinem Bruder Johns Einweisung ins Irrenhaus betreibt, um die Verfügungsgewalt über sein Vermögen zu erhalten, ist das durchaus in seinem Sinn.
Die Irrenanstalt erscheint ihm als ein Ort des Friedens; im Elfenbeinturm seiner Zelle will er ein ungestörtes Gelehrtenleben verbringen und Sören Kierkegaard übersetzen.

Anke Gebert: Wo du nicht bist (Pendragon Verlag; ET 17.02.20)

In ihrem auf Tatsachen beruhenden Roman »Wo du nicht bist« erzählt Anke Gebert die außergewöhnliche Geschichte der jungen Irmgard Weckmüller, die kurz nach Kriegsende beschließt ihren in Auschwitz ermordeten Verlobten Erich zu heiraten. Um die rechtskräftige Ehe zu erstreiten, benötigt ihr Anwalt alle Einzelheiten ihrer Beziehung und Irma beginnt ihre kurze gemeinsame Zeit niederzuschreiben. »Wo du nicht bist« dokumentiert ihre traurige Liebesgeschichte in Form eines Romans und ist gleichzeitig das Portrait einer starken und unnachgiebigen Frau, deren Mut und Tatkraft jeden berührt.

Julian Nida-Rümelin: Die gefährdete Rationalität der Demokratie. Ein politischer Traktat (Edition Körber; ET 09.03.20)

Der Philosoph und politische Intellektuelle Nida-Rümelin analysiert, was Demokratie leisten kann, und identifiziert konzeptionelle Defizite, die sich in politischen Krisen zu einer Bedrohung auswachsen. Er ist überzeugt: Die Klärung eines angemessenen (Selbst-)Verständnisses von Demokratie stärkt diese nach wie vor unübertroffene Regierungsform. Und sie ist die Voraussetzung dafür, die Herausforderungen der Demokratie als Staats- und Gesellschaftsform zu bewältigen.

Ole Kretschmann: Ich bin kein Dummes Buch (pretty analog; ET 07.02.20)

Das Smartphone als Stressfaktor wird immer präsenter, der Wunsch nach digitaler Entgiftung wächst. Abhilfe verspricht »Ich bin kein Dummes Buch« – Kreativbuch, Ratgeber in digitalen Angelegenheiten, Notizbuch, Rätselheft, Gaming Konsole und smarte Smartphone-Entgiftungs-Kur in einem. Das ganz und gar analoge Buch im praktischen Smartphone-Format gibt Hilfestellungen für den Umgang mit digitalen Medien und lädt dazu ein, das Smartphone einfach mal in der Tasche stecken zu lassen und die eigene Fantasie neu zu entdecken.

Gerd Hankel: Das Dilemma. »Entwicklungshilfe« in Afrika. Ein Erfahrungsbericht (zu Klampen Verlag; ET 06.03.20)

Seit fast zwanzig Jahren arbeitet Gerd Hankel in und über Zentralafrika und blickt auf eine lange Erfahrung in der Zusammenarbeit mit NGOs zurück. Seine Beobachtungen münden in einem differenzierten Plädoyer für die Entwicklungshilfe, zu der es trotz aller Widrigkeiten und realitätsfernen Erwartungen auf Geber- wie Nehmerseite keine sinnvolle Alternative gibt.