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Mai 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

spannende Herbstnovitäten erwarten Sie! Eine Auswahl der Bücher haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Mit einem freundlichen Gruß von

Kirchner Kommunikation

Patrick Marnham: Schlangentanz. Reisen zu den Ursprüngen des Nuklearzeitalters (Berenberg Verlag, August/September 2015)

Am 6. August 2015 jährt sich der Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagaski zum 70. Mal. Patrick Marnham hat sich auf die Reise zu den Ursprüngen der Bombe von Hiroshima begeben. Der vielfach ausgezeichnete Reiseschriftsteller reist nach Brüssel mit seinem gigantischen Justizpalast, erbaut aus den Einkünften der kongolesischen Horrorkolonie, in den heutigen Kongo, woher das Uran kam, nach New Mexico mit seiner ausgelöschten Indianer-Kultur und dem Vermächtnis von Robert Oppenheimer und Aby Warburg, die sich der zerstörerischen Kraft der Wissenschaft im 20. Jahrhundert auf ganz unterschiedliche Weise näherten. Und die Reise endet in Fukushima, wo 2011 die in Hiroshima und Nagasaki entfesselten Kräfte aufs Neue sichtbar wurden. Aus dem Englischen von Astrid Becker und Anne Emmert.

Sigismund Krzyzanowski: Der Club der Buchstabenmörder (Dörlemann Verlag, 9. September 2015)

Krzyzanowski (1887–1950) war einer der maßgebenden Autoren der russischen Moderne. Geboren in Kiew, zog er 1922 nach Moskau, wo er unter prekären Verhältnissen am Arbat lebte und exzessiv schrieb, ohne je ein Buch veröffentlichen zu können. Erst ab 1989 wurde seine kunstvolle, phantastische Prosa auch in Russland publiziert. Mit »Der Club der Buchstabenmörder« liegt nun erstmals ein Roman des Autors in deutscher Übersetzung (Dorothea Trottenberg) vor. Er erzählt von einer Geheimgesellschaft im Moskau der 1920er Jahre: Jeden Samstag treffen sich die Mitglieder in einem Raum voller leerer Bücherregale. Sie erzählen einander Geschichten, eine phantastischer als die andere, aber nichts darf aufgeschrieben werden. Denn Buchstaben sind Ideengefängnisse und müssen zerstört, Manuskripte verbrannt werden …

Christian Welzbacher: Monumente der Macht. Eine politische
Architekturgeschichte Deutschlands 1920–1960 (Parthas Verlag, September 2015)

Der Kunsthistoriker Christian Welzbacher widmet sich in seinem neuen Buch Ideologien in Stein, totalitären Staatsbauten und der vermeintlichen Architektur der Stunde Null. »Monumente der Macht« ist eine politische Architekturgeschichte Deutschlands zwischen 1920 und 1960 und diskutiert die Relevanz der Baukunst für die Gesellschaft sowie die politische Aussagekraft von Staatsarchitektur. Welzbachers Betrachtung reicht von den intensiven Debatten demokratischer Repräsentationskultur in der Weimarer Republik über die städtebaulichen Strategien zur künstlerischen Machtinszenierung unter den Nationalsozialisten bis hin zum Umgang mit dem steinernen NS-Erbe in der Berliner Republik. Beleuchtet werden nicht nur die für die Kulturproduktion verantwortlichen Institutionen, sondern auch die Debatten um Theorie und Ideologie der Künste.

Tatjana Gofman: Sewastopoligia. Krim – Berlin – Zürich (edition.fotoTAPETA, September 2015)

Was bedeutet die Krim für Ukrainer? Was bedeutet sie für Russen? Und was heißt es, den einen Ort zu verlassen und, als Emigrantin, andernorts heimisch zu werden? Tatjana Gofman (Pseudonym) erzählt in ihrem autobiografisch geprägten Entwicklungsroman von einem Mädchen, das auf der Krim aufwächst, eine Weile in Berlin lebt und heute als Sprachwissenschaftlerin und Mutter in Zürich zuhause ist. Virtuos, in eigenwilligem Ton und mit eindrücklichen Erinnerungsbildern berichtet sie von Ost und West, Fremdsein und Ankommen.

Dorothea Rosa Herliany: Hochzeit der Messer. Gesammelte Gedichte (Verlagshaus Berlin, Oktober 2015)

Herliany gilt als wichtigste zeitgenössische Lyrikerin Indonesiens. Pünktlich zum Gastland-Auftritt Indonesiens auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erscheint mit »Hochzeit der Messer« erstmals ein umfangreicher deutschsprachiger Gedichtband der Autorin. Der von Brigitte Oleschinsky und Ulrike Draesner übertragene Band enthält die wichtigsten Gedichte der Dichterin. Herlianys Sprache zeichnet sich durch große Klarheit und Unberührtheit aus. Jedes Wort wirkt so, als würde es zum ersten Mal ausgesprochen. Ihre Gedichte gehen von einem weiblichen Körper aus, der sich jeglichen Diskursivierungen widersetzt. Sie sind direkt und hart. Themen sind Geschlechterfragen, aktuelle politische Ereignisse, Machtmissbrauch und soziale Ungerechtigkeit. Dorothea Rosa Herliany, die 2006 mit dem Khatulistiwa Literary Award, dem renommiertesten indonesischen Literaturpreis, ausgezeichnet wurde, wird ihr Buch auf der Frankfurter Buchmesse und im Rahmen einer Lesereise vorstellen.

Isabel Willemse: Onlinesucht. Ein Ratgeber für Betroffene, Eltern und ihr Umfeld (Verlag Hans Huber, Oktober 2015)

Smartphones, Tablets und Laptops sind zu unseren ständigen Begleitern geworden, soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook, das Verschicken von Bildern oder Textnachrichten und Videogames zu beliebten Freizeitbeschäftigungen. Aber was tun, wenn der Umgang mit Gadgets zur Sucht wird? Immer mehr Jugendliche und Erwachsene leiden unter Onlinesucht. Dieser Ratgeber informiert und bietet praktische Hilfe.

Eckhard Nagel: Sterben ohne Furcht. Leben mit der eigenen Endlichkeit (edition Körber-Stiftung, November 2015)

Eckhard Nagel, Professor für Medizin und Mitglied des Deutschen Ethikrates, plädiert für eine neue Kultur für den letzten Lebensabschnitt: Sterben braucht nicht mehr Gesetze, es braucht Zeit und Zuwendung, erklärt der Arzt und praktizierende Christ. Dieses Buch ist ein Vademekum für alle, die aus Liebe zum Leben den Tod nicht fürchten wollen.