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Mai 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

voller Vorfreude werfen wir einen Blick auf Herbstnovitäten von ebersbach & simon, der edition Körber-Stiftung, des kunstanst!fter verlags, des Milena Verlags und des Picus Verlags.

Mit einem freundlichen Gruß von

Kirchner Kommunikation

Unda Hörner: Kafka & Felice (ebersbach & simon, ET August 2017)

Beruhend auf Kafkas Briefen an Felice erzählt Unda Hörner fesselnd und atmosphärisch dicht die wechselhafte Liebesgeschichte des ungewöhnlichen Paares, das sich zwischen 1912 und 1917 trifft, en passant auf Bahnhöfen, in Parks und Hotels, in Berlin, Prag oder Marienbad. Kafka wirbt immer wieder heftig um Felice, entpuppt sich jedoch bald als unsicherer Kantonist, der vor allem für eines brennt – das Schreiben. Daneben entsteht das lebendige Bild einer lebenslustigen jungen Frau, die ihre Arbeit liebt, gern tanzen geht und auch vor Kafkas Abgründen nicht zurückschreckt. Gemeinsam mit Kafka und Felice taucht der Leser tief ein in die Atmosphäre des zeitgenössischen Berlins kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis an die Schwelle der Zwanzigerjahre.

Uwe Jean Heuser: Kapitalismus inklusive. So können wir den Kampf gegen die Populisten gewinnen (edition Körber-Stiftung, ET Oktober 2017)

Mit großer Sorge beobachtet der Wirtschaftsjournalist Uwe Jean Heuser die zunehmende Spaltung der westlichen Gesellschaften. Abstiegssorgen und Angst reißen die Gesellschaft immer weiter auseinander. Das ist eine Frage geteilter Normen und Werte, aber nicht weniger eine wirtschaftliche Frage, erklärt Heuser: Der Kampf um die liberale Demokratie ist auch einer um einen neuen Kapitalismus. In seinem Buch entwirft er eine Vision guten gesellschaftlichen Zusammenlebens, mit einem inklusiven Kapitalismus, der Wirtschaft und Gesellschaft in Balance bringt.

Herbert George Wells (Text) / Nicole Riegert (Illustration): Die Insel des Dr. Moreau (kunstanst!fter verlag, ET September 2017)

Nicole Riegert hat H. G. Wells‘ phantastischen Roman »Die Insel des Dr. Moreau« neu bebildert, ihre Holzschnitte fangen die bizarre Stimmung des 1896 erstmals veröffentlichten Romans eindrucksvoll ein. Schiffsbrüchig, gerettet und auf einer abgelegenen Insel im Nirgendwo gestrandet, begegnet der junge Engländer Edward Prendick dem mysteriösen Dr. Moreau. Zunächst seinem Retter zu Dank verpflichtet, entdeckt er nach und nach, dass etwas Seltsames auf der Insel vor sich geht – sein Misstrauen zu den Bewohnern wird immer größer. Als schließlich eigenartige Kreaturen, halb Mensch, halb Tier, das Leben von Prendick bedrohen, scheint eine Flucht unausweichlich … Aus dem Englischen von Felix Paul Greve, neu durchgesehen von Christine Mrowietz.

Gina Kaus: Der Teufel nebenan (Milena Verlag, ET Oktober 2017)

Die österreichische Schriftstellerin, Übersetzerin und Drehbuchautorin Gina Kaus erzählt in ihrem 1940 erstmals erschienenen Roman die Tragödie einer Ehe. Der gutmütige Albert Holzknecht lernt am Ende seiner Studienzeit die reiche, geltungsbedürftige Witwe Melanie Simrock kennen, die den jungen Mann für sich einnimmt und kurzerhand verführt. Schnell lässt sich Albert auf eine ungleiche Ehe ein – keineswegs aus Liebe, sondern vielmehr aus Schwäche und Bequemlichkeit. Die Ehe entwickelt sich trotz seiner Bemühungen, ein guter Ehemann zu sein, zum Desaster: Alberts Passivität kollidiert mit der wahnhaften Eifersucht seiner Frau. Um ihren Willen durchzusetzen, ist Melanie jedes Mittel recht – Selbstmord-Drohungen und -Inszenierungen gehören zum Beziehungsalltag, bis Albert keinen Ausweg mehr sieht.
»Der Teufel nebenan« ist nicht nur eine psychologische Studie zu Eifersucht und Neurosen, sondern auch ein eindrucksvolles Gesellschaftspanorama, das nach seiner Verfilmung in den 1950er-Jahren zum Bestseller avancierte. Mit einem Nachwort von Veronika Hofeneder.

Theodora Bauer: Chikago (Picus Verlag, ET 28. August 2017)

Von drei Auswanderern im Chicago der Zwanzigerjahre und ihrer Suche nach dem großen Glück erzählt Theodora Bauer, 1990 in Wien geboren, in ihrem zweiten Roman. Feri und Katica leben in einem vom Ersten Weltkrieg gezeichneten Gebiet des Umbruchs und der Armut: an der noch jungen ungarisch-österreichischen Grenze. Ihre große Hoffnung heißt »Amerika«. Gemeinsam mit Katicas Schwester Anica machen sie sich auf den Weg ins Land der Freiheit. Doch das ersehnte Paradies werden die drei jungen Erwachsenen nicht finden: Katica stirbt bei der Geburt ihres Kindes, Feri wird zum Säufer und Tagedieb. Nach seinem Tod übernimmt Anica die Verantwortung für den kleinen Josip … Theodora Bauer verleiht ihren Protagonisten Seele, ihrer Geschichte Realismus, ihrem Schicksal Tragik und Schönheit: Ein einfühlsamer Roman über die Sehnsucht nach einem besseren Leben.