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November 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

morgen wird der Internationale Tag für Toleranz begangen, den die 185 Mitgliedstaaten der UNESCO am 16. November 1995 mit der »Erklärung von Prinzipien der Toleranz« proklamiert haben. Aus diesem Anlass stellen wir Ihnen vier Novitäten vor, die sich dieser tragenden Säule des friedlichen Zusammenlebens auf ganz unterschiedliche Art und Weise annähern – literarisch, künstlerisch, analytisch.

Mit einem freundlichen Gruß von

Kirchner Kommunikation

Gert Pickel, Oliver Decker (Hg.): Extremismus in Sachsen. Eine kritische Bestandsaufnahme (Edition Leipzig)

Was ist los in Sachsen? In den Nachrichten ist fast täglich von extremistischen Übergriffen die Rede und häufig wird dabei unser Blick auf den Freistaat gelenkt. Haben wir es hierbei mit einer speziell sächsischen Problemlage zu tun? Oder sind die Taten in Sachsen nur ein Spiegelbild einer breiteren Entwicklung in der deutschen Gesellschaft?

Diesen und anderen Fragen gehen die Herausgeber, Gert Pickel und Oliver Decker, mit ihrem Autorenteam auf den Grund. Sachlich informieren sie in ihrem Buch über die Entwicklung und die Ursachen von Extremismus, Gewalttaten und Ausländerfeindlichkeit und beschreiben die ihnen zugrundeliegenden Einstellungen.

Mit ihren besonnenen und objektiven Beiträgen liefern die Autoren Informationen und Fakten, die in der hochaktuellen Debatte dringend nötig sind.

Olaf Kittel (Hg.): Flüchtlinge in Sachsen. Fakten, Lebenswege, Kontroversen (Edition Leipzig)

70000 Flüchtlinge kamen allein 2015 nach Sachsen. Ein Land mit wenigen Fremden, aber vielen Fragen: Wo kommen die Flüchtlinge her und mussten sie wirklich alle fliehen? Wie läuft so ein Asylverfahren und wie viel Geld bekommen sie eigentlich? Können wir so viele Muslime integrieren und wie verändert sich dadurch dieses Land? Nicht zuletzt: Wie stehen die Sachsen dazu? Welche Ängste treiben sie um?

Das Autorenteam sucht nach Antworten, zeichnet Lebenswege von Flüchtlingen nach, lässt viele Helfer zu Wort kommen, die oft am besten wissen, ob und wie das alles zu schaffen ist. Und es zeigt Kontroversen auf, die Sachsen noch lange beschäftigen werden.

Eva Lezzi: Die Jagd nach dem Kidduschbecher (Hentrich & Hentrich)

Rebekka und Samira, zwei 13jährige Berliner Jugendliche, Jüdin und Muslima, sind beste Freundinnen und unzertrennlich. Doch als im Nahen Osten erneut kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern ausbrechen, lassen diese die Freundinnen nicht unberührt. Denn Samiras Vater stammt aus Gaza und bangt um seine Freunde, während Rebekkas Familie Angst um die Verwandten in Israel hat. Als zeitgleich ein wertvoller Kidduschbecher aus der Wohnung von Rebekkas Familie verschwindet, steht Samira unter Verdacht – die Freundschaft der Mädchen wird auf eine harte Probe gestellt. Wer aber hat den Becher zum Segnen des Weins an Schabbat wirklich gestohlen? Und kann er zurückerobert werden?

»Die Jagd nach dem Kidduschbecher« ist nicht nur Krimi, Großstadtroman und verwickelte Familiengeschichte, sondern vor allem eine Erzählung über die starke Freundschaft zwischen zwei Jugendlichen, die immer wieder zueinander finden – über alle familiären Vorbehalte und politischen Konflikte hinweg. Der jüdisch-muslimische Jugendroman von Eva Lezzi thematisiert Interkulturalität und Interreligiosität, authentisch erzählt aus den Perspektiven von Rebekka und Samira.

Anna Boulanger: Papa ist doch kein Außerirdischer! (kunstanst!fter verlag)

Theos Papa liebt Männer. Warum ihn Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder deswegen als Torfstecher, Zylindervergolder oder gar Tempelritter bezeichnen, versteht Theo nicht. Wie verletzend und zum Teil auch grotesk diese und andere Bezeichnungen sind, zeigt Anna Boulangers Kinderbuch »Papa ist doch kein Außerirdischer!«. Mit zarten Bildern führt die französische Autorin und Zeichnerin Begriffe, die unbedacht zur Charakterisierung von Homosexuellen verwendet werden, ad absurdum und macht verbale Diskriminierung sichtbar.