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November 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

gegen schlechte Laune im November-Grau empfehlen wir bildschöne Bücher der Edition Büchergilde, der kunstanst!fter und des Verlags The Green Box.

Mit herzlichem Gruß

Kirchner Kommunikation

Arthur Miller/Franziska Neubert: Fokus (Edition Büchergilde; ET 20.11.)

Als »Fokus« 1945 in den USA erschien, war Antisemitismus in der Literatur Nordamerikas ein »totgeschwiegenes Thema«, schreibt Miller 1984 und fährt fort: »Ich kann bis heute nicht in diesem Roman blättern, ohne erneut die Dringlichkeit zu empfinden, die das Schreiben begleitete«. Der einzige Roman des Dramatikers ist eine packende Darstellung des Antisemitismus und Rassismus in Brooklyn während des Zweiten Weltkrieg. Ein Roman, der bis heute nichts von seiner Relevanz verloren hat.

Die Leipziger Künstlerin Franziska Neubert hat den Roman aufwendig illustriert. Die 20 Holzschnitte sind in bis zu 25 Farben gedruckt, jede der Grafiken baute sich mit einem Druckgang und einer Farbe pro Tag langsam auf. Die ganzseitigen Illustrationen spiegeln die Atmosphäre des Textes, die Farben sind eine Reminiszenz an die 1940er Jahre.

Lucia Jay von Seldeneck & Florian Weiß: Ich werde über diese Merkwürdigkeit noch etwas drucken lassen (kunstanst!fter; soeben erschienen)

Welches Tier verhinderte beinahe den Bau des Panamakanals? Wie konnte im Jahr 1822 endlich das Geheimnis des Vogelzugs gelüftet werden? Welche Leidenschaft des japanischen Kaisers Hirohito war der Queen suspekt? Und: Warum ist der Hitlerkäfer (Anophtalmus hitleri) schon fast ausgestorben? Ausgehend von skurrilen Zeitungsmeldungen zum Thema Tiere hat Lucia Jay von Seldeneck 30 Kurzgeschichten verfasst, die von bahnbrechenden Entdeckungen, folgenschweren Verwicklungen und kuriosen Einfällen berichten. Florian Weiß‘ realistische Zeichnungen bebildern die Erzählungen: Mit einer selbst gebauten Punktiermaschine hat er Punkt für Punkt detaillierte Tierwelten ins Papier gestochen, die auf 30 Aufklappseiten Platz finden. 

Jim Avignon: Business as Unusual (The Green Box; soeben erschienen)

Jim Avignon zählt zu den ungewöhnlichsten Charakteren der deutschen Kunstszene, seine Karriere ist wohl eine der seltsamsten, die der Kunstbetrieb in den letzten 25 Jahren erleben konnte. Erstmals gewährt nun ein opulenter Bildband einen umfassenden Einblick in das komplexe Œuvre eines Künstlers, der gerne die Konfrontation mit dem Establishment sucht und sich dabei nie festlegt, ob er nun Pop-Art, Street-Art, ein Picasso on acid oder einfach nur der schnellste Maler der Welt sein möchte. In 70 Episoden kommentiert Avignon selbst ungeniert und mit lakonischem Witz seinen ungewöhnlichen Werdegang, der in den frühen Neunzigerjahren in Berlin begann.

Die Berliner Buchpräsentation findet am Donnerstag, dem 16. November 2017 um 18.00 Uhr im Urban Spree (Revaler Straße 99, 10245 Berlin) statt. Im Anschluss folgt ein Konzert von Jim Avignons Ein-Mann-Band »Neoangin« und Jens Friebe am Klavier. Eintritt frei.