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November 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerade haben wir hier in Berlin den ersten Herbststurm überstanden (thematisch passend empfehlen wir Ihnen die Lektüre von Richard Hughes‘ Roman »In Bedrängnis«) – ein Wetter, das nicht gerade zum Rausgehen einlädt. Und trotzdem: Gerade in den nächsten Wochen gibt es zahlreiche Ausstellungen, Lesungen und Veranstaltungen, die Sie (und wir) nicht verpassen sollten. Zum Buch, mit Buch und manchmal auch ganz ohne Buch.

Einen ereignisreichen Herbst wünscht

Kirchner Kommunikation

Bis zum 20. Januar 2013 ist im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin die Ausstellung »Käthe Kollwitz und Russland – eine Wahlverwandtschaft« zu sehen, die sich dem spannenden Verhältnis der Künstlerin zu Russland widmet und ihre zwischen Enthusiasmus und Zweifeln schwankende Einstellung gegenüber diesem Land beleuchtet.

Zur Ausstellung erschien vor wenigen Tagen im Verlag E. A. Seemann der Band »Käthe Kollwitz und Russland – eine Wahlverwandtschaft«. Zahlreiche Abbildungen zeigen die Grafiken der deutschen Künstlerin neben Werken ihrer russischen Zeitgenossen. Auch ihr plastisches Werk – ein Aspekt ihres Schaffens, der in Russland bis heute wenig bekannt ist – wird ausführlich dokumentiert. Die Begleittexte namhafter deutscher und russischer Kunsthistoriker thematisieren den künstlerisch-kulturellen Austausch zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Hockney-Retrospektive in Köln

Soeben wurde die große Hockney-Retrospektive »David Hockney: A Bigger Picture« im Museum Ludwig in Köln eröffnet. Passend zur Ausstellung erschien im Piet Meyer Verlag Martin Gayfords Band »A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney«. Der Londoner Kunstkritiker Gayford bietet in seinem neuen Buch persönliche Einblicke in das Denken, Empfinden und Schaffen des vielseitigen Künstlers und lässt den Leser an Hockneys Reflektionen teilhaben, die sich nicht nur mit dem eigenen Schaffen, sondern auch mit Vorbildern, aktuellen Tendenzen in der zeitgenössischen Kunst und der traditionellen Bildlehre beschäftigen.

ZEITKUNST-Festival in Berlin

Den 24. und 25. November sollten sich Aficionados neuester Literatur und moderner Musik freihalten: ZEITKUNST, ein Festival junger internationaler Gegenwartskunst, ist nach Stationen in Tel Aviv, Paris, und Rio de Janeiro wieder in Berlin. In der Villa Elisabeth werden aktuelle Kompositionen aufgeführt, die in enger Zusammenarbeit von Schriftstellern und Komponisten entstanden sind. Herausragende internationale Kammermusiker verwandeln Texte in Klang und präsentieren sie gemeinsam mit Autoren. Es lesen unter anderem Max Czollek, Björn Kuhligk, Birgit Kreipe und Ricardo Domeneck, deren Texte im Verlagshaus J. Frank | Berlin erschienen sind oder demnächst dort erscheinen werden. ZEITKUNST steht unter der künstlerischen Leitung des Verlegers Johannes CS Frank (Verlagshaus J. Frank | Berlin; http://www.belletristik-berlin.de/), des Cellisten Julian Arp und des Pianisten Caspar Frantz und findet in diesem Jahr in der Villa Elisabeth (Invalidenstraße 3, 10115 Berlin) statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.zeitkunst-festival.de.

Start des Berliner und Brandenburger Literaturfestivals STADT LAND BUCH

Ende November fällt auch der Startschuss zum Lesemarathon STADT LAND BUCH. Vom 25. November bis zum 2. Dezember 2012 lädt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg unter der Beteiligung von Buchhandlungen, Verlagen und Bibliotheken zu rund 130 Buchpremieren, Lesungen und Podiumsdiskussionen in Berlin und Brandenburg ein. Im Rahmen von STADT LAND BUCH lesen unter anderem Jenny Erpenbeck, Gerhard Henschel, Ingrid Noll, Harry Rowohlt, Akos Doma und Norbert Zähringer. Das Programm zum Literaturfestival 2012 finden Sie hier: www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/Programm_SLB2012.pdf

Jeffrey Yang auf Lesereise in Deutschland

Vom 26. bis 29. November kommt der New Yorker Dichter, Übersetzer und Lektor Jeffrey Yang zu einer Lesereise nach Deutschland. In Leipzig, Berlin, Köln und Frankfurt am Main wird er sein Lyrikdebüt »Ein Aquarium« vorstellen, das soeben, in der Übersetzung von Beatrice Faßbender, im Berenberg Verlag erschienen ist. Nicht nur die Lesungen von Jeffrey Yang, auch der Gedichtband selbst entführt in fremde Welten: Vom Meer aus betrachtet Yang die Welt, den Menschen und seine Kulturen, Wissenschaften, Geschichte(n), Poesien, Philosophien und Religionen. Sein Blick reicht weit über die Gegenwart und die Grenzen der USA hinaus: von Hawaii über das alte ­Ägypten, von den Olmeken über Jules Verne bis Vishnu, Google, Aristoteles, Borges – all dies und viel mehr findet in diesem maritimen Alphabet Platz zwischen Flunder, Seetang, Mondfisch und Hummer.

Weitere Informationen zu der Lesereise, die mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika stattfindet, finden Sie unter http://berenberg-verlag.de/termine/.

Emrah Serbes zu Gast in Deutschland

Auch der türkische Schriftsteller Emrah Serbes wird Anfang Dezember nach Deutschland kommen, um seinen neuen Kriminalroman »Behzat Ç. verschütt gegangen« (binooki Verlag) in der Berliner Buchhandlung ocelot (1. Dezember, 20.30 Uhr) und im Literaturhaus Stuttgart (7. Dezember, 20 Uhr) vorzustellen.

Serbes‘ ebenso rasante wie skurrile Krimireihe »Behzat Ç.« sorgt in der Türkei zurzeit für viel Furore: Die gleichnamige Fernsehserie um den mürrischen und kompromisslosen Hauptkommissar Behzat Ç., die auf Grundlage der Ankara-Krimis von Serbes entstanden ist, gehört zu den beliebtesten, aber auch umstrittensten Sendungen der Türkei. Während die Zuschauer von dem ketten­rauchenden und trinkfreudigen Protagonisten, der sich den Gepflogenheiten des türkischen Polizeiapparats widersetzt, begeistert sind, kritisieren einige Regierungsmitglieder die Serie scharf. Die ersten beiden Bände der umstrittenen Krimireihe von Emrah Serbes liegen im binooki Verlag auf Deutsch vor.

Eine Reise durch die vielfältige Welt der Buchhandlungen mit Holger Heimann

Holger Heimanns Band »Die beste Buchhandlung der Welt«, der kürzlich in der Berlin University Press erschien, ist eine Einladung zu einer Entdeckungsreise quer durch Deutschland: von Aachen bis Leipzig, von Rostock bis Freiburg. Und in einigen Fällen auch darüber hinaus.

Fünfzig Schriftsteller, unter ihnen Durs Grünbein, Peter Stamm, Katja Lange-Müller, Annette Pehnt, Felicitas Hoppe, Urs Widmer, Georg Klein und Adolf Muschg, porträtieren ihre Lieblingsbuchhandlungen und entführen so in die verheißungsvolle Welt der Bücher. Entstanden sind höchst subjektive, auch witzige Porträts, die Erstaunliches zutage fördern: Da gibt es die Wiener Buchhandlung, die bis ein Uhr früh geöffnet hat und wo zuweilen Thomas Glavinic beim Whisky anzutreffen ist. Begegnen kann man aber auch jenem Buchhändler in Köln, der Navid Kermani frank und frei erklärt, dessen neuer Roman sei schlicht unverkäuflich. Türen auf!