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Oktober 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Neues und Vielfältiges im Herbst: Wir haben Buchempfehlungen mit unterschiedlichen Themen für Sie zusammengestellt. Es erwarten Sie botanische Kostbarkeiten, ein wilder Roadtrip aus Belarus, Zeichnungen von Giacometti, Einsichten in die moderne Arbeitswelt und ein Ratgeber zum Thema Onlinesucht. Wir wünschen Ihnen inspirierende Lektüre!

Mit einem freundlichen Gruß von

Kirchner Kommunikation

Lorenzo Ceccarelli & Gabriela Wachter: Tutti Frutti. Bäume und Früchte des Mittelmeerraums in Kultur und Geschichte (Parthas Verlag, soeben erschienen)

Rund um das Mittelmeer ist über die Jahrhunderte hinweg eine einzigartige Kulturlandschaft entstanden, in der Obstanbau eine zentrale Rolle spielt. Mit dem Band »Tutti Frutti« können Geschichte und Gegenwart von 32 Obstsorten und Baumfrüchten der Mittelmeerregion entdeckt werden. Aufschlussreiche Texte erzählen sowohl von heimischen Früchten als auch von exotischen Kostbarkeiten, die einst von weither ihren Weg nach Südeuropa gefunden haben. Das Buch ist zugleich eine Sammlung zahlreicher botanischer Zeichnungen des 16. bis 20. Jahrhunderts. Sechs Portraits von Künstlern und Botanikern – darunter Salvador Dalí, Giovanni Battista Ferrari und Pierre-Joseph Redouté – ergänzen diesen Band und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf eines der ältesten Sujets der bildenden Kunst.

Isabel Willemse: Onlinesucht. Ein Ratgeber für Eltern, Betroffene und ihr Umfeld (Hogrefe Verlag, Bern, soeben erschienen)

Smartphones, Tablets und Laptops sind zu unseren ständigen Begleitern geworden, wir verbringen einen großen Teil unsere Freizeit in sozialen Netzwerken. Ein Großteil der Jugendlichen und Erwachsenen beweist einen kompetenten Umgang mit diesen Gadgets, aber es gibt auch einen kleinen Teil, dem das nicht gelingt. Wenn die exzessive Mediennutzung negative Auswirkungen hat auf das Sozialleben und Hobbys, den Beruf oder die Ausbildung und allenfalls auch auf die Gesundheit, dann könnte es sich um eine Onlinesucht handeln. In ihrem Buch »Onlinesucht. Ein Ratgeber für Eltern, Betroffene und ihr Umfeld« informiert Isabel Willemse über Onlinesucht und bietet konkrete Hilfestellungen. Das Buch beinhaltet neben einem theoretischen Teil, in dem das Störungsbild fundiert beschrieben wird, einen praktischen Teil mit konkreten Vorschlägen für Betroffene und Bezugspersonen.

Sabine Donauer: Faktor Freude. Wie die Wirtschaft Arbeitsgefühle erzeugt (edition Körber-Stiftung, erscheint am 9.11.2015)

Woher stammt die Überzeugung, dass Arbeit heute nicht nur den Lebensunterhalt finanzieren, sondern auch Erfüllung und Freude bieten soll? Die Historikerin Sabine Donauer untersucht in ihrem Buch, wie sich im 20. Jahrhundert unsere Haltung zur Arbeit verändert hat: Aus dem notwendigen Broterwerb wurde mehr und mehr eine innerlich motivierte und motivierende Beschäftigung. Diese Aufwertung der Arbeitsgefühle entspringt einer geschickten Gefühlsarbeit der Unternehmen: Weil es ihnen im Laufe der letzten 100 Jahre gelungen ist, die Arbeitnehmer emotional an ihre Arbeit zu binden, haben sie höhere Leistungen erreicht und Arbeitskämpfe weitgehend vermieden – ohne mehr bezahlen zu müssen. Jedoch zu einem hohen Preis für die Arbeitnehmer, denn die Kehrseite dieses Individualismus sind die weitreichende Entsolidarisierung der Arbeitnehmer und ein übermächtiger Konkurrenzdruck.

Artur Klinaŭ: Schalom (edition.fotoTAPETA, erscheint am 26.11.2015)

Am 26. November erscheint mit »Schalom« das Romandebüt des belarussisches Autors, Architekten und Künstlers Artur Klinaŭ. Ein Schelmenroman, eine böse Satire aus der Perspektive des armen, osteuropäischen Künstlers, ein Trinkerroman und ein wilder Roadtrip von Bonn über Berlin und Minsk bis nach Mogeljow, im Osten Belarus‘. »Schalom« ist hier kein freundlicher Gruß, sondern das belarussische Wort für Kriegerhelm. Und so wird in dieser Parodie das Tragen einer preußischen Pickelhaube zum Statement. Artur Klinaŭ entlarvt aufs Schönste Erwartungshaltungen und gesellschaftliche Vorurteile – von Ost nach West und West nach Ost. Thomas Weiler hat »Schalom« aus dem Russischen übersetzt.

Casimiro Di Crescenzo: Im Hotel Régina. Alberto Giacometti vor Henri Matisse – Letzte Bildnisse (Piet Meyer Verlag, erscheint Ende November)

Im Jahr 1954 beauftragt die französische Münzprägestätte Alberto Giacometti mit dem Entwurf einer Medaille zu Ehren von Henri Matisse. Der Schweizer Bildhauer reist drei Mal nach Nizza und porträtiert den todkranken, kaum mehr arbeitenden Franzosen in einer Suite im Hotel Régina. Es entstehen mehr als dreißig Arbeiten – fahle, oft fragmentarisch angelegte Porträtzeichnungen, immer mit Bleistift auf Papier ausgeführt.
Die Medaille ist nie ausgeführt worden. Geblieben sind Giacomettis Zeichnungen, die nun weltweit erstmals vereint in dem Buch »Im Hotel Régina« veröffentlicht werden. Der Giacometti-Spezialist Casimiro Di Crescenzo hat den Katalog erstellt, Michael Lüthy die Spezifität dieser Blätter im Vergleich zu anderen Porträtzeichnungen des Künstlers analysiert und Gotthard Jedlicka hat das Vorwort beigesteuert.